Insekten fördern, Vielfalt bewahren: Initiative iNUVERSUMM im Botanischen Garten
Gemeinsam mit dem Naturgarten e.V. hat sich der BUND Chemnitz zum Ziel gesetzt, 2026 im Botanischen Garten Chemnitz nachhaltige Lebensräume für Insekten zu schaffen. Wie das aussehen soll erfahrt ihr hier.
Ein großer bewachsener Hügel, etwas versteckt hinter dem Hauptgebäude des Botanischen Gartens, ein stark verlandeter Tümpel, große Steinbrocken, und dazwischen: Eine Idee.
Die Idee einer nachhaltigen, insektenfreundlichen Anschauungsfläche voller heimischer Pflanzen.
Bis jetzt sieht man noch nicht viel von dem, was bis Sommer diesen Jahres hier entstehen soll. Stattdessen sieht man einen Platz, für die mal viel angedacht war, in letzter Zeit allerdings nicht viel entstanden ist.
An einem anderen Ort könnte man der Natur einfach ihren Lauf lassen. So aber nicht im Botanischen Garten. Hier soll die Fläche sinnvoll genutzt werden – und was wäre sinnvoller, als mit aktiven Maßnahmen dem Insektensterben entgegen zu wirken?
Aber heimische Pflanzen im Botanischen Garten? Klingt nach einem Widerspruch? Weil ein Botanischer Garten vom Prinzip her eben nicht das zu Hause heimischer Pflanzen ist. Sinn eines solchen Gartens ist ja gerade die Sammlung verschiedenster exotischer Pflanzen. Die aber wiederum für unsere Insektenwelt nicht unbedingt von Vorteil sind.
Doch wie sehr für den Botanischen Garten auch Exotik zählt, ist hier doch vor allem eines wichtig: Vielfalt.
Vielfalt an Pflanzen, an Insekten und Tieren. An Möglichkeiten.
Und genau das greift der BUND auf, indem ein insektenfreundlicher Ort geschaffen wird, der einerseits mit dem Botanischen Garten und andererseits der heimischen Insekten- und Pflanzenwelt in Einklang steht. Ein Ort, an dem Besucher*innen sich Anreize holen können, wie Totholz, Trockenmauern, Käferhügel oder ähnliches im eigenen Garten angelegt und integriert werden können.
Dafür soll, zu Hause und auch beim oben genannten Projekt vor allem genutzt werden was schon da ist. Im Botanischen Garten sind das zum Beispiel viele Steine verschiedenster Größe oder Totholz, welches direkt auf dem Gelände anfällt.
Und wie sehen die Arbeiten an der Fläche nun konkret aus?
Zunächst war eine Menge Planung im Voraus nötig, Gespräche wurden geführt, die Fläche mehrfach begutachtet und gemeinsam überlegt, was wie und wo sinnvoll ist.
Nun stehen mehrere Termine fest, an denen der Reihe nach der Hang rund um den kleinen Tümpel vorbereitet werden soll, dann verschiedene Arbeiten mit Totholz stattfinden werden und später Pflanz- und Einsaatarbeiten das Ganze abrunden.
An diesen Terminen dürfen gern auch freiwillige Helfer*innen die Arbeiten tatkräftig mit unterstützen.
Eröffnet wird das Ganze dann schließlich am 15.6. mit einer kleinen Führung, Vorstellung der Fläche und vor allem mit einem Rückblick auf die getane Arbeit.
Termine:
- Samstag, 25.04.,13-16 Uhr – Totholz setzen, Käferburg bauen, Steine setzen
- Freitag, 29.05., 15-18 Uhr – kleinen Hügel umbauen (Steine setzen, Substrate und pflanzen + einsäen), ggf. noch übriges Totholz setzen
- Montag, 15.6., 16:30 Uhr Eröffnung und Vorstellung der neu geschaffenen insektenfreundlichen Lebensräume, Führung entlang der Fläche; Vorstellung der bereits umgesetzten Maßnahmen, und weiterführenden Ideen