BUND Regionalgruppe Chemnitz
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Welche Amphibien leben im Teich der Naturschutzstation?

 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Ein Tümpel ist als Lebensraum für Amphibien besonders gut geeignet. Solange keine Fische eingesetzt werden, können sich sowohl tierische als auch pflanzliche Bewohner ungestört entfalten – ein funktionierendes kleines Ökosystem entsteht. Auch die JuNas des Grundkurses zeigten großes Interesse an dem kleinen Teich auf dem Gelände der Naturschutzstation. Gleich zu Beginn der Veranstaltung machten sie sich neugierig auf die Suche nach den tierischen Bewohnern. Im Fokus standen an diesem Tag natürlich die Amphibien – zu ihnen zählt auch der auffällige Feuersalamander. Zwar lebt dieser schwarz-gelbe Lurch nicht in unserem Teich, doch andere Amphibienarten wie Molche und Kröten sind hier zu Hause. Entsprechend hielten die JuNas besonders aufmerksam nach diesen Tieren Ausschau. Unterstützung bekamen sie dabei von einem älteren Jungen Naturwächter, der gerade ein Schülerpraktikum bei uns absolviert. Da Amphibien sein Spezialgebiet sind, teilte er mit Begeisterung sein Wissen über die kleinen Teichbewohner mit dem Grundkurs. Anfangs waren die Tiere bei den vielen Besuchern eher zurückhaltend – zunächst ließ sich nur eine Erdkröte aus nächster Nähe beobachten. Einige JuNas hatten bereits Erfahrungen mit echten Kröten gemacht, während andere ganz fasziniert von den kleinen Tieren waren und sich sogar trauten, sie vorsichtig anzufassen.

Eine von zwei gefangenen Erdkröten-Männchen im Teich der Naturschutzstation Chemnitz. Sie warten wohl noch auf die Weibchen.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Faszination Teich ist bei den Jungen Naturwächtern des Grundkurses schon vorhanden.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Gar nicht so einfach beide Arten zu unterscheiden. Aber bei genauem Hinsehen, stellt man die Unterschiede zwischen Teich- und Bergmolch fest.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Natürlich sollten bei all dem Forschergeist auch Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen. Passend zum Thema gab es daher ein Froschwetthüpfen im Hof – eine lustige Aktion, bei der die JuNas selbst in die Rolle der Frösche schlüpften und um die Wette hüpften. Währenddessen begaben sich Linda und unser JuNa-Praktikant auf die Suche nach Molchen. Schließlich sollten auch diese faszinierenden Tiere den Kindern gezeigt werden – einige hatten noch nie einen Molch gesehen. Umso spannender war die Aussicht, gleich zwei in der Naturschutzstation vorkommende Arten kennenzulernen und deren Unterschiede zu entdecken. Nachdem sich alle beim Hüpfen ordentlich ausgepowert hatten, ging es zurück in die Station. Dort warteten bereits die gefangenen Lurche darauf, bestaunt zu werden: Drei männliche Teichmolche und ein männlicher Bergmolch waren ins Netz gegangen. Weibchen ließen sich an diesem Tag leider nicht blicken. „Die sind ja viel kleiner als wir dachten!“, staunten die JuNas, als sie die Tiere genauer betrachteten. Mit viel Neugier und Vorsicht wurden die Unterschiede zwischen den beiden Arten erkundet. Besonders auffällig waren die prächtigen Rückenkämme der Teichmolch-Männchen in ihrer Wassertracht – ein Merkmal, das die Bergmolche so nicht aufweisen.

Zur Unterscheidung von Teich- und Bergmolch schauen sich die Jungen Naturwächter mal die Bäuche der beiden Arten genau an.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
An den gefleckten Bäuchen kann man gut die Teichmolche erkennen, während die Bergmolche leuchtend orange Bäuche ohne Flecken aufweisen.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Jungen Naturwächter nutzten die Gelegenheit sich die Molche genau zu betrachten.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Kleiner Einschub - Ausgabe und Präsentation der selbst gemalten JuNa-Shirts!

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

„Sind denn eigentlich unsere T-Shirts schon trocken?“ – diese Frage beschäftigte die JuNas natürlich auch bei dieser Veranstaltung. Kein Wunder, denn die selbst gestalteten Shirts waren noch ganz frisch in Erinnerung, und die Vorfreude darauf war groß. In der Vorwoche hatten alle die Möglichkeit, ein eigenes T-Shirt kreativ zu gestalten – mit dem JuNa-Logo und verschiedenen Naturmotiven. Dabei entstanden ganz individuelle Kunstwerke, auf die die Kinder zu Recht stolz waren. Kaum verteilt, wurden die Shirts auch schon begeistert übergezogen. Diejenigen, die beim letzten Mal nicht dabei sein konnten, bekommen beim kommenden Osterbasteln noch die Chance, ihr eigenes Shirt zu bemalen. Bevor zum Abschluss ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht wurde, durften alle das eigene T-Shirt vorstellen und etwas zur Motivwahl erzählen. Die Freude war deutlich zu spüren – und so trugen sie ihre bunten Unikate bis zum Ende der Veranstaltung mit sichtbarem Stolz.

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Dann widmeten wir uns noch einmal den Amphibien – genauer gesagt einem ihrer bekanntesten heimischen Vertreter: dem Feuersalamander. Den Lurch mit dem auffälligen schwarz-gelben Warnmuster kennt fast jedes Kind. Nach einem spannenden Kurzfilm über diese faszinierenden Tiere bekamen die JuNas die Aufgabe, einen typischen Feuersalamander-Lebensraum nachzugestalten. Mit viel Kreativität und Teamarbeit entstand nach und nach ein kleiner Bachlauf mit Moos am Ufer, kleinen Steinen und zahlreichen Zweigen. Schließlich brauchen die Tiere nicht nur ein feuchtes Klima – das durch das wasserspeichernde Moos gut dargestellt wurde – sondern auch genügend Versteckmöglichkeiten. In kleinen, strömungsarmen Bächen bringen die Weibchen direkt ihre Larven zur Welt – eine Besonderheit unter den Amphibien. Denn anders als bei Fröschen oder Kröten, bei denen wir Laichballen und -schnüre kennen, erfolgt die Fortpflanzung bei Feuersalamandern auf ganz andere Weise. Das wurde den JuNas in einem weiteren kurzen Film anschaulich erklärt.

Zum Abschluss durften die JuNas endlich ihren Eltern die selbst gestalteten JuNa-Shirts präsentieren.

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.