(L.Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Das Jahr 2026 startete mit winterlichen Verhältnissen, und so beschäftigten sich die Jungen Naturwächter des Grundkurses mit einer Tiergruppe, die sich gerade in dieser Jahreszeit besonders gut beobachten lässt: den Vögeln. Einige unserer heimischen Brutvogelarten verbringen den Winter in weit entfernten Regionen bis in den Süden Afrikas, während andere Arten aus noch kälteren Gebieten zu uns nach Deutschland ziehen und hier die vergleichsweise milden Temperaturen nutzen. An Futterstellen lassen sich daher im Winter viele unterschiedliche Vogelarten beobachten, darunter sowohl Standvögel als auch Wintergäste. Damit die Jungen Naturwächter diese Vögel besser kennenlernen und unterscheiden können, drehte sich die erste Veranstaltung des Jahres ganz um unsere heimischen Wintervögel.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND CHemnitz)
Zu Beginn der Veranstaltung war jedoch erst einmal Zeit, um von den Erlebnissen der vergangenen zwei Wochen zu berichten. Schließlich lagen Weihnachten und der Jahreswechsel dazwischen, und der ein oder andere hatte von schönen Naturbeobachtungen und Erlebnissen zu erzählen. Nach dieser spannenden Ankommensrunde waren dann auch schon die Kenntnisse der Jungen Naturwächter gefragt. Gemeinsam wurde das Phänomen des Vogelzugs besprochen und anhand einer Karte die wichtigsten Flugrouten vorgestellt. Anschließend sammelten die Kinder Vogelarten, die sie kennen und die auch im Winter bei uns zu beobachten sind. Gar nicht so einfach, sich immer an die richtigen Namen zu erinnern – doch gemeinsam kamen einige Arten zusammen, die schließlich aufgeschrieben wurden.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Jährlich ruft der NABU und der LBV im Januar zur bundesweiten Zählung der Wintervögel auf. Bei der sogenannten „Stunde der Wintervögel“ ist die Bevölkerung eingeladen, im Rahmen eines Citizen-Science-Projekts an einem festgelegten Wochenende für eine Stunde die Vögel in ihrer Umgebung zu zählen und ihre Beobachtungen zu melden. Auch wir beteiligen uns jedes Jahr an dieser Aktion und führen gemeinsam mit den Jungen Naturwächtern eine Vogelzählung in Begleitung erfahrener Ornithologen durch. Dafür drehen wir eine kleine Runde rund um die Naturschutzstation und notieren alle Vogelarten, die wir sehen oder hören. Unverzichtbar sind dabei natürlich Ferngläser. Deren Handhabung ist für Unerfahrene jedoch gar nicht so einfach, weshalb die Jungen Naturwächter in dieser Veranstaltung den richtigen Umgang damit üben konnten. Für diese „Trockenübungen“ hingen am anderen Ende des Raumes kleine Fotos von Vögeln an der Tafel, die von den JuNas aus der Entfernung erspäht werden sollten. Zunächst wurde geklärt, welcher Vogel gesucht wird und wie er heißt, anschließend galt es, die passende Nummer an der Tafel zu finden. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten hatten die JuNas schnell den Dreh mit dem Fernglas heraus, sodass wir uns gezielt um diejenigen kümmern konnten, die noch Unterstützung beim Einstellen der Geräte brauchten.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Im Anschluss konnten die JuNas ihr Wissen unter Beweis stellen. Linda hatte verschiedene Aussagen zu Vögeln im Winter vorbereitet, die entweder richtig oder falsch waren. Durch Armeheben oder in die Hocke gehen entschieden die Kinder, ob sie einer Aussage zustimmten oder nicht. Bei einigen Fragen herrschte zunächst Uneinigkeit, sodass eine kurze Erklärung nötig war. Ob bestimmte Vogelarten, wie zum Beispiel Amseln, den Winter bei uns verbringen, wurde anfangs noch mit Schulterzucken beantwortet. Die Antwort der JuNas lautete schließlich: Manche fliegen weg, andere bleiben hier. So konnten auch kleine Fangfragen gemeinsam richtig gelöst werden und das Wissen der Gruppe wurde spielerisch erweitert.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Enten füttern – gut gemeint, aber nicht immer gut gemacht
Im Zuge des Quiz kam auch das Thema Enten füttern zur Sprache. Viele Kinder kannten diese Situation aus dem Alltag, denn in zahlreichen Familien gehört das Füttern von Enten am Teich oder im Park ganz selbstverständlich dazu. Doch tatsächlich ist das keine gute Idee: Verarbeitete Lebensmittel wie Brot oder Brötchen können von Enten nicht richtig verdaut werden. Sie führen zu Magenproblemen, machen die Tiere krank und können im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Zusätzlich lockt liegen gebliebenes Futter andere Tiere wie Ratten oder Waschbären an, was besonders in Städten problematisch ist. Sinkt das Brot ins Wasser, kann zudem die Wasserqualität leiden und das ökologische Gleichgewicht im Gewässer gestört werden.
Einige der JuNas berichteten, dass sie Wasservögel gelegentlich mit Haferflocken füttern. Grundsätzlich ist das – ebenso wie Mais oder Erbsen – verträglicher als Brot. Dennoch wurde deutlich gemacht, dass Wasservögel in der Regel gut ohne menschliche Hilfe auskommen und keine Zufütterung benötigen. Viel wichtiger ist es, die Tiere zu beobachten, ihnen ausreichend Raum zu lassen und ihre natürlichen Lebensräume zu schützen.
Zwischendurch sahen sich die Jungen Naturwächter einen kurzen Infofilm zum Thema Vögel im Winter an. Der Film zeigte, vor welchen Herausforderungen Vögel in der kalten Jahreszeit stehen und welche beeindruckenden Leistungen viele Arten dabei erbringen. Dabei wurde deutlich, dass sowohl überwinternde Vögel als auch Zugvögel besondere Strategien entwickelt haben, um mit Kälte, Nahrungsmangel und langen Wegen zurechtzukommen. Außerdem erhielten die Kinder einen Einblick darin, wie sich Vögel auf ihren Wanderungen orientieren und Jahr für Jahr ihren Weg zurückfinden.
Zum Abschluss der Veranstaltung wiesen wir alle noch einmal auf die bevorstehende Vogelzählung hin, die wir jedes Jahr im Rahmen der „Stunde der Wintervögel“ anbieten. Am kommenden Samstag werden die Jungen Naturwächter gemeinsam mit dem langjährigen Ornithologen Klaus Müller die Umgebung der Naturschutzstation erkunden. Dabei sollen die dort lebenden Vogelarten beobachtet, bestimmt und gezählt werden. So können die Kinder ihr neu erworbenes Wissen direkt in der Praxis anwenden und gleichzeitig einen Beitrag zur bundesweiten Aktion leisten.
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.