BUND Regionalgruppe Chemnitz
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07.05.2025 Vogelzählung im Stadtgebiet – JuNas unterwegs für die „Stunde der Gartenvögel“ (GK)

Die Jungen Naturwächter der Naturschutzstation Chemnitz unterwegs bei der Vogelsuche zur "Stunde der Gartenvögel 2025" in Chemnitz-Gablenz.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

An einem sonnigen Mittwoch trafen sich die Jungen Naturwächter*innen des JuNa-Grundkurses zu ihrer ersten Vogelzählung im Rahmen der Mitmachaktion „Stunde der Gartenvögel“ des NABU. Unterstützt wurden sie dabei von unserem ehrenamtlichen Helfer Peter Hofmann, der sich bereits sein ganzes Leben lang mit der Ornithologie beschäftigt. Die JuNas waren voller Vorfreude und konnten es kaum erwarten, endlich auf Vogelsuche zu gehen. Bevor es jedoch richtig losging, wurden zunächst einige Sicherheitsregeln besprochen – schließlich bewegten wir uns im städtischen Bereich, wo besondere Vorsicht geboten ist. Auch der richtige Umgang mit dem Fernglas musste zunächst geübt werden. So gab es an den Naturtafeln der Naturschutzstation ein paar Trockenübungen, bevor es in die echte Vogelbeobachtung ging. Ein JuNa übernahm mit großer Freude die Aufgabe, alle Funde gewissenhaft im Meldebogen einzutragen – vielen Dank dafür! Schon im Gelände der Naturschutzstation konnten wir erste spannende Beobachtungen machen: Zahlreiche Stare und ein Hausrotschwanz-Pärchen brüteten dort, unterstützt durch eine besonders vogelfreundlich gestaltete Hausfassade mit vielen Nistmöglichkeiten. Kurz darauf vernahmen die JuNas den typischen Ruf eines Grünspechts – und konnten ihn sogar mit dem Fernglas an einem Pappelstamm entdecken! Nur wenig später sorgte das nächste Highlight für Staunen: Ein Turmfalkenweibchen flog direkt über unsere Gruppe hinweg zu seiner Nisthilfe am benachbarten Wohnblock. Mithilfe des Spektivs konnten alle den Greifvogel aus nächster Nähe betrachten und sein wunderschönes Gefieder bestaunen. Unser Weg führte uns weiter durch verschiedene Wohngebiete. In naturnah gestalteten Gärten ließen sich deutlich mehr Vogelarten beobachten als in den versiegelten, steinernen Vorgärten. In einer alten Kirsche hörten wir überraschend das leise Zwitschern eines Sommergoldhähnchens – ein ganz besonderer Moment!

Ein paar Trockenübungen im Umgang mit dem Fernglas für die Jungen Naturwächter Chemnitz.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Ein weiblicher Turmfalke ruht sich auf einer Nisthilfe für Mauersegler aus.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Auch für die Jungen Naturwächter gilt: Übung macht den Meister.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Auch das Klettergerüst wurde von dn Jungen Naturwächtern als Ausguck zur Vogelsuche genutzt.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Mit dem Spektiv konnten die Jungen Naturwächter den Vögeln auch mal richtig nah kommen.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Zu welchem Vogel wohl die gefundene Feder gehört?  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Das kleine Nest ist mit Moosen, Flechten und kleinen Federn ausgepolstert.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Eine kurze Pause auf dem Spielplatz durfte natürlich auch nicht fehlen, bevor uns der nächste Fund erwartete: Mitten auf dem Weg lag ein leeres Nest. Es war klein, napfförmig, aus Gräsern geformt und mit Moosen und Flechten ausgeschmückt. Wir vermuteten, dass es von einem Buchfinken stammte und vom Wind aus dem Baum geweht worden war. Die JuNas nahmen es vorsichtig an sich und ergänzten damit die Sammlung in der Naturschutzstation.

Auf dem Rückweg kamen wir noch an einem Wohnblock vorbei, an dem zahlreiche Nisthilfen angebracht waren. Gemeinsam überlegten wir, für welche Tiere diese wohl gedacht sein könnten. Die Fledermauskästen wurden schnell erkannt – und nach und nach fanden wir auch heraus, welche Vogelarten die übrigen Kästen nutzen. Auf einer davon hatte es sich wieder das Turmfalkenweibchen gemütlich gemacht.

Wie so oft verging die Zeit viel zu schnell – mit einem gut gefüllten Meldebogen kehrten wir zur Naturschutzstation zurück.

Unsere Beobachtungen können entweder über das NABU-Meldeportal zur „Stunde der Gartenvögel 2025“ oder über naturgucker.de eingetragen werden. Da wir bei unseren Exkursionen meist eine große Artenvielfalt entdecken, haben wir uns entschieden, unsere Funde künftig bei Naturgucker zu melden. So können wir – und alle anderen Naturinteressierten – die Beobachtungen jederzeit einsehen und weiterverfolgen.

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.