BUND Regionalgruppe Chemnitz
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11.03.2026 Was passiert mit unserem Müll – und wie können wir ihn vermeiden? (GK)

Was ist überhaupt Müll?

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Mit dieser Frage beschäftigten sich die Jungen Naturwächter des Grundkurses in der Naturschutzstation an diesem Mittwoch. Schließlich soll bei der in der folgenden Woche stattfindenden Müllsammelaktion klar sein, warum Müll überhaupt ein Problem ist und was genau eigentlich alles als Müll gilt. Was gehört dazu – und wie werden Gegenstände überhaupt zu Müll? 
Gemeinsam überlegten wir zunächst, was Müll eigentlich ist, wie er entsteht und welche verschiedenen Arten es gibt. Schnell wurde klar, dass viele Dinge, die wir wegwerfen, Auswirkungen auf unsere Umwelt haben können – besonders dann, wenn sie achtlos in der Natur landen.
Außerdem sprachen wir darüber, warum Müll nicht einfach verbrannt werden sollte. Viele Materialien lassen sich nämlich wiederverwenden oder recyceln. Wenn wir Abfälle richtig trennen, können wertvolle Rohstoffe erneut genutzt werden – und wir sparen wichtige Ressourcen. 
Damit das klappt, wiederholten wir gemeinsam die verschiedenen Mülltonnen und ihre Farben: Welche Abfälle gehören in die Papiertonne? Was kommt in die Gelbe oder Braune Tonne? Und was darf wirklich nur in die schwarze Restmülltonne?

Welche Müllarten gibt es? Wo entsorgen wir sie richtig? Können wir etwas davon wiederverwenden?

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Das war gar nicht so einfach, denn einige Verpackungen bestehen aus mehreren Materialien. Ein gutes Beispiel dafür sind Milchkartons oder Joghurtbecher: Sie bestehen aus sogenannten Verbundstoffen – einer Mischung aus Pappe, Kunststoff und manchmal Aluminium. Wichtig ist hier, wenn möglich die Materialien voneinander zu trennen, um die Sortierung zu erleichtern und die Wiederverwendung zu ermöglichen. Gemeinsam knobelten wir, diskutierten und fanden schließlich für die meisten Dinge die richtige Lösung. Ganz nebenbei sammelten die JuNas auch viele Ideen, wie sich im Alltag Müll vermeiden lässt. Mehrweg statt Einweg nutzen, Dinge reparieren, Verpackungen sparen oder bewusst einkaufen – schon kleine Veränderungen können helfen, Abfall zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. So sind die Jungen Naturwächter nun bestens vorbereitet für die kommende Müllsammelaktion und wissen nicht nur, wie man Müll richtig trennt, sondern auch, wie man ihn am besten gar nicht erst entstehen lässt.

„To-go“-Becher sehen aus wie Pappe, enthalten aber oft Kunststoff. Deshalb gehören sie nicht in die Papiertonne!  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Was ist besser – Einweg- oder Mehrweg-Getränkeflaschen? Denk dran: Mehrweg spart Müll und schont die Umwelt!
Wie gehört Geschenkpapier entsorgt? Manche Papiere sind bunt beschichtet oder glitzernd – dann gehören sie nicht in die Papiertonne!  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Zum Abschluss starteten wir noch ein spannendes Langzeitexperiment: Wir legten ein „Müllgrab“ im Garten an. Dazu vergruben wir verschiedene Arten von Müll an einer Stelle und werden in ein paar Monaten nachschauen, was daraus geworden ist. Wird sich am Joghurtbecher, der Konservendose oder am Tetrapak etwas verändern? Und wie verhält es sich mit der Bananenschale – wird sie bis dahin schon verrottet sein, oder dauert der Zersetzungsprozess länger, weil Mikroorganismen sie nicht kennen oder möglicherweise Giftstoffe enthalten? So haben die JuNas ein kleines Experiment gestartet, das ihnen in den kommenden Monaten zeigen wird, wie unterschiedlich Materialien in der Umwelt abgebaut werden – und wie wichtig es ist, Müll zu vermeiden und richtig zu entsorgen. Dabei können die JuNas selbst beobachten, wie sich die verschiedenen Materialien über einen längeren Zeitraum verhalten. Es dient der anschaulichen Visualisierung der Müllproblematik, und am Ende des Experiments werden alle Materialien entweder vollständig verrottet sein oder aus dem Boden entfernt und ordnungsgemäß entsorgt. 
Das Experiment findet unter kontrollierten Bedingungen an einer ungenutzten Stelle im Garten der Naturschutzstation statt und sollte nicht in größeren Mengen nachgemacht werden, da auch hier Giftstoffe oder Mikroplastik in den Boden gelangen können.

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.