Der erste Halt an diesem Tag bescherte den Jungen Naturwächtern gleich die erste Überraschung in der Uhu-Voliere.
(D. Hollstein
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Endlich stand mal wieder eine Exkursion bei den Jungen Naturwächtern der AG Chemnitzer NATUREntdecker an! Es ist Frühling – und wie der Name der AG schon verrät, möchten die JuNas die Natur nicht nur in der Theorie kennenlernen, sondern sie draußen mit allen Sinnen entdecken. Was eignet sich da besser als ein Ausflug in den Crimmitschauer Wald mit seinen vielen spannenden Facetten? Etwas Sorgen bereitete uns das Wetter: Obwohl es den ganzen Tag über sonnig und angenehm warm gewesen war, zogen kurz vor Beginn der Veranstaltung dunkle Wolken auf. Doch davon ließ sich niemand abschrecken – zahlreiche JuNas waren voller Vorfreude gekommen, um den Frühling zu genießen. Mit dabei war auch wieder unser ehrenamtlicher Helfer Matthias, der von den JuNas freudig begrüßt wurde. Die erste Station war auch bei den Chemnitzer NATUREntdeckern die Uhu-Voliere. Dort staunten die JuNas nicht schlecht, als sie entdeckten, dass ein kleiner Schnabel neugierig zwischen den Federn des Alttiers hervorschaute. Ein Uhuküken! Immer wieder lugte es hervor und beobachtete die vielen neugierigen Blicke der Kinder. Am Insektenhotel herrschte reger Betrieb: Die Mauerbienen waren weiterhin fleißig unterwegs. Ganz in der Nähe konnten die JuNas außerdem ein Kolkrabenpaar und mehrere Dohlen beobachten – ein tolles Erlebnis! An der nahegelegenen Dünenanlage untersuchten die Kinder verschiedene Spuren im Sand und entdeckten unter anderem die Hufabdrücke von Rehen. Ben zeigte ihnen außerdem kleine Löcher im Sand – das Zuhause der Larven des Dünen-Sandlaufkäfers (Cicindela hybrida), die dort geduldig auf Beute lauern.
Wenn Matthias dabei ist, freuen sich die Jungen Naturwächter schon auf viele spannende Informationen rund um die Natur.
(D. Hollstein
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(D. Hollstein
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Nun wollten aber alle in den Wald und den Frühling entdecken. Wie schon der Grundkurs am Mittwoch zuvor, wurden die JuNas auch diesmal an der gleichen Stelle von einem Eichhörnchen begrüßt. Doch warum gerade hier? Gemeinsam gingen wir der Sache auf den Grund – überall lagen angeknabberte Fichtenzapfen herum. Ben holte den Bestimmungsfächer hervor, und so fanden wir heraus, wer hier gefressen hatte: Sowohl Eichhörnchen als auch Spechte nutzen diesen Ort als Futterplatz. Anhand der Art, wie die Zapfen zerlegt wurden, konnten wir sie gut unterscheiden. Matthias erklärte uns anschaulich, wie Spechte die Samen mit ihrem kräftigen Schnabel herauspicken. Von den Zapfen bleibt dabei nur ein leerer, sauber abgearbeiteter "Rohling" übrig. Damit die Vögel beim Picken nicht abrutschen, klemmen sie die Zapfen in Astgabeln, Baumspalten oder auch in den Waldboden – diese Orte nennt man „Spechtschmieden“. Und tatsächlich fanden wir auch eine solche Schmiede direkt im Waldboden! Die Eichhörnchen dagegen nagen die Zapfen von unten nach oben ab und lassen meist nur den Stil und die Spitze übrig – auch das konnten wir gut beobachten. So lernten die JuNas an diesem Frühlingstag auch die spannenden Spuren im Wald zu deuten.
(D. Hollstein
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Nach dem spannenden Fund der Fichtenzapfen wollten die JuNas nun endlich die Teiche erkunden – vielleicht gab es dort ja schon Froschlaich zu entdecken? Und tatsächlich: Es dauerte nicht lange, bis unsere aufmerksamen Amphibienfreunde die ersten Laichballen von Grasfröschen entdeckten. Zwar waren es nicht sehr viele, aber immerhin – ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Frösche. Allerdings gehörte auch ein trauriger Fund zu unserem Ausflug: Die Überreste eines Grasfrosches lagen gut sichtbar am Ufer. Nur der Kopf war noch übrig – vermutlich war ein Waschbär der Täter. Kein schöner Anblick, besonders für die Tierfreunde unter uns. Aber auch das ist Teil des natürlichen Kreislaufs im Wald. Lebende Frösche bekamen wir diesmal nicht zu Gesicht, doch in einem stillen Moment war ganz deutlich der charakteristische Ruf eines Erdkrötenmännchens zu hören – ein spannender Moment für alle, die genau hinhörten. Am Wegesrand wartete noch eine weitere Entdeckung auf die JuNas: Der Waldboden war stellenweise von bunten Blütenteppichen bedeckt. Mit Hilfe unserer Bestimmungskarten konnten die Kinder verschiedene Frühblüher erkennen: Scharbockskraut, Waldsauerklee, Busch-Windröschen und Lerchensporn. Und immer wieder lag ein ganz besonderer Duft in der Luft – der würzige Geruch des Bärlauchs, der im Crimmitschauer Wald zurzeit in voller Pracht wächst.
Die Pflanzenvielfalt im Crimmitschauer Wald nutzen die Jungen Naturwächter für Bestimmungsübungen. Den Bärlauch kannten natürlich alle schon sehr gut.
(D. Hollstein
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Junge Naturwächter /BUND Chemnitz)
Im Crimmitschauer Wald gibt es immer etwas zu entdecken für die Jungen Naturwächter.
(D. Hollstein
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Junge Naturwächter /BUND Chemnitz)
Nach einem solch tollen Frühlingsausflug in den Crimmitschauer Wald konnte das Wochenende für die Jungen Naturwächter nun kommen.
(D. Hollstein
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Junge Naturwächter /BUND Chemnitz)
Unser Weg führte uns weiter über schmale Stege und kleine Brücken – mitten durch den Auwald. Immer wieder gab es Neues zu entdecken: Ein Stockentenpärchen ruhte sich am Ufer aus, ein Buntspecht klopfte fleißig an einem Baumstamm, und sogar ein neugieriges Rotkehlchen kam ganz nah heran – nur etwa drei Meter trennten es von unserer Gruppe, während es uns mit seinem Gesang verzauberte. Solche besonderen Momente zeigen: Wenn wir aufmerksam und ruhig durch den Wald gehen, belohnt uns die Natur mit unvergesslichen Erlebnissen. Zum Abschluss durften die JuNas selbst entscheiden, wie sie die letzte Zeit im Wald verbringen wollten – ob beim Rutschen oder auf eigener kleiner Entdeckungstour. So fand jeder seinen ganz persönlichen Ausklang dieses ereignisreichen Tages. Auf dem Rückweg passierte noch ein kleiner Unfall – zum Glück blieb es bei einer harmlosen Schürfwunde. Bevor sich alle ins Wochenende verabschiedeten, machten wir noch einen letzten Stopp: beim Uhuküken, das neugierig aus seinem Versteck hervorlugte und den Abschluss unseres Walderlebnisses bildete.
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.