BUND Regionalgruppe Chemnitz
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 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Für die Chemnitzer Jungen Naturwächter im Grundkurs stand heute das Thema heimische Amphibien auf dem Plan. Diese finden natürlich alle total faszinierend, und entsprechend groß war schon die Vorfreude darauf, was sie wohl in der heutigen JuNa-Veranstaltung erwarten würde. Los ging es mit einer allgemeinen Fragerunde, was die JuNas denn schon alles über Amphibien wussten. Schließlich ist der Grundkurs erst gestartet, und wir kennen den Wissensstand der JuNas noch nicht. Aber es zeigte sich, dass die JuNas schon sehr gut mit dem Thema Amphibien vertraut waren und sich mit den heimischen Arten auskennen. Bereits in der vergangenen Veranstaltung hatten wir ja gelernt, dass die Amphibien erdgeschichtlich eine sehr alte Tiergruppe bilden und die ersten Landwirbeltiere waren. Dennoch müssen sie zur Fortpflanzung an die Gewässer zurückkehren. Natürlich wussten die JuNas schon, dass die Frösche in der ersten Lebensphase Kaulquappen sind und nach und nach ihre Gliedmaßen entwickeln, um sich für ihr Leben an Land vorzubereiten. Auch die Atmung ist in den jeweiligen Lebensphasen den Lebensräumen angepasst. Im Wasser brauchen sie zur Sauerstoffgewinnung Kiemen, und später atmen sie mit Lungen und der Haut, welche daher stets feucht sein muss. Es wurden auch die unterschiedlichen Amphibiengruppen angesprochen und die Unterschiede erläutert. So wissen die JuNas nun, dass Kröten Laichschnüre, Frösche Laichballen und Molche einzelne Eier in Blätter versteckt legen. Der Feuersalamander dagegen bekommt schon aus dem Ei geschlüpfte Larven – Ovoviviparie, was wörtlich „Ei-Lebend-Geburt“ bedeutet. Wie sich Froschlaich anfühlt und wie die vielen Eier in ein Froschweibchen passen, simulierten wir mit einem Gummibärchen-Experiment, wozu jeder mal eins in eine Wasserschale tun durfte.    

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Anschließend ging es um die Artenkenntnisse der JuNas. Hier hatten wir Bilder und Namen der heimischen Arten ausgedruckt und Aufgabe war es nun, diese richtig zu sortieren. Es stellte sich heraus, dass dies gar nicht so einfach war. Einige Lurche, wie die Amphibien auch genannt werden, waren noch nicht bekannt und einige sahen sich auch zum Verwechseln ähnlich. Kamm- und Teichmolchmännchen haben beide einen Kamm auf dem Rücken, und Spring- und Grasfrosch sind beide braun und ähnlich gemustert. Sie lernten dabei auch einige neue Arten und einiges zu deren Lebensweise kennen. Auch die Unterscheidung der Geschlechter, beispielsweise bei den Molchen, wurde angesprochen. Gerne hätten wir den JuNas an diesem Tag auch ein paar echte Amphibien aus unserem kleinen Teich in der Naturschutzstation gezeigt. Schließlich leben da Teich- und Bergmolch, aber das Wetter hatte uns einen Strich durch die Planung gemacht. Waren die Tage zuvor schön warm und die Nächte mild, was die Amphibien zur Wanderung an die Laichgewässer animiert, kehrte an diesem Tag der Winter nochmal zurück und so fanden wir natürlich keine Molche. Diese waren wohl noch in ihren Winterverstecken. Lediglich Libellen- und Köcherfliegenlarven, sowie eine Posthornschnecke konnten wir finden, was für die JuNas aber nicht weniger interessant war und sie immer wieder zum Wasserbehälter lockte, um nach den gefangenen Tieren zu schauen. Natürlich wurde auch die Gefährdung der Amphibien, speziell durch den Autoverkehr, angesprochen. Bei einem kurzen Film wurde das zuvor gehörte nochmal gefestigt und mit tollen Aufnahmen visualisiert. Abschließend wurde noch nach unserem Gummibärchenexperiment geschaut. Die Gummitierchen waren nun aufgequollen und richtig schön glibbrig, genau wie Froscheier. Auch wenn sie nun nicht mehr genießbar waren, hatten die JuNas viel Spaß bei diesem Experiment und konnten freudig ihren Eltern am Schluss ihre neuen Erkenntnisse berichten. Sicherlich wird der ein oder andere das Experiment zuhause noch einmal nachmachen und so das Wissen über den Froschlaich festigen..

 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.