BUND Regionalgruppe Chemnitz
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12.06.2026 Auf den Spuren der verborgenen Bodenbewohner – die AG Chemnitzer NATUREntdecker im Mühlenbusch (AK)

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Diesmal führte es die JuNas der AG Chemnitzer NATUREntdecker in den Mühlenbusch am Chemnitzer Adelsberg. Diesen besonderen Waldort kannten viele bereits von den Nistkastenkontrollen in den Herbstmonaten. Doch diesmal standen nicht die Bewohner der Nistkästen, sondern die faszinierenden Lebewesen des Waldbodens im Mittelpunkt.
Unterstützt wurden die JuNas erneut von unserem ehrenamtlichen Helfer Matthias, der den Mühlenbusch seit vielen Jahrzehnten kennt und betreut. Zu Beginn gab er spannende Einblicke in die geologischen Besonderheiten des Gebietes. Dabei erklärte er anschaulich, wie aus natürlichen Gesteinen wie Schiefer Dachziegel hergestellt werden und welche Erze die Menschen einst dazu bewegten, auch in dieser Region Bergbau zu betreiben.
Anschließend wurde es endlich praktisch: Ausgestattet mit Schaufeln machten sich die JuNas auf die Suche nach den verborgenen Bewohnern des Waldbodens. Laubstreu, Bodenproben und morsches Totholz wurden sorgfältig untersucht und in Eimern gesammelt, bevor die Funde in großen Wannen genauer betrachtet wurden.

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, wie vielfältig das Leben unter unseren Füßen ist. Spinnen, Käfer, Insektenlarven, Schnecken und verschiedene Gliederfüßer gehören zu den typischen Bewohnern des Bodens. Einige von ihnen übernehmen als wichtige Zersetzer eine entscheidende Rolle im Naturhaushalt, indem sie abgestorbenes Pflanzenmaterial in neuen, fruchtbaren Boden verwandeln. Andere leben räuberisch und tragen so zum ökologischen Gleichgewicht bei.
Für besondere Begeisterung sorgte der Fund eines Pseudoskorpions. Die winzigen, nur wenige Millimeter großen Tiere erinnern mit ihren Scheren zwar an echte Skorpione, besitzen jedoch keinen Giftstachel. Als geschickte Jäger ernähren sie sich von kleinen Bodenbewohnern und sind für Menschen völlig ungefährlich. Einen solchen versteckten Bewohner des Waldbodens aus nächster Nähe beobachten zu können, war für die JuNas ein echtes Highlight.
Mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Entdeckungen und dem Wunsch, die verborgene Welt unter unseren Füßen bald erneut zu erkunden, verabschiedeten sich die JuNas am Ende des Tages in den Feierabend.

Ein spannender Fund im Mühlenbusch: Dieser subadulte Frosch lebt zwischen zwei Welten – als Jungtier hat er das Wasser verlassen und gehört nun auch zu den Bewohnern des Waldbodens.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Ein Pseudoskorpion wurde auch von den JuNas entdeckt.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Gemeine Steinläufer (Lithobius forficatus)  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Ein herzliches Dankeschön geht an unseren ehrenamtlichen Helfer Matthias, der die JuNas erneut mit seinem großen Wissen und seiner langjährigen Erfahrung begleitet hat. Dank seiner Unterstützung konnten wir auch bei dieser JuNa-Veranstaltung wieder viele spannende Entdeckungen machen und die Natur aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernen.

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.