BUND Regionalgruppe Chemnitz
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 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Im Spätsommer und Herbst beginnt die Pilzsaison – überall im Wald sprießen bunte und spannende Pilze. Viele Menschen zieht es dann zum Sammeln hinaus, und auch die Jungen Naturwächter haben oft Fragen: Wie heißt dieser Pilz? Kann man ihn essen?

Deshalb war auch in diesem Jahr wieder Pilzexperte Wolfgang Friese vom Verein Pilzfreunde Chemnitz e.V. und NABU Burgstädt zu Gast in der Naturschutzstation. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern hatte er zuvor bereits zahlreiche Pilze gesammelt. Trotz der anhaltenden Trockenheit kamen rund 40 verschiedene Arten zusammen – eine gute Grundlage für die erste JuNa-Bestimmungsübung. Zu Beginn stellte Wolfgang die wichtigsten Pilzfamilien vor und erklärte, wie man diese mit einem Bestimmungsschlüssel zuordnet. Anschließend durften die JuNas ihr frisch erworbenes Wissen gleich anwenden: Mit Hilfe einer Übersichtstafel übten sie, die Pilze Schritt für Schritt einzuordnen. So wird das Suchen leichter – und das stundenlange Blättern in Büchern oft überflüssig.

Anschließend machten sich die JuNas daran, alle Pilze mit Hilfe der Bestimmungshilfe den jeweiligen Familien zuzuordnen. Bei manchen Arten war das gar nicht so einfach und die Kinder mussten sich ganz schön anstrengen. Gleichzeitig merkten sie jedoch, wie vielfältig die Welt der Pilze ist – und dass es weit mehr gibt als nur Steinpilze und Fliegenpilze. Nachdem alle Funde einsortiert waren, kontrollierte der Pilzexperte die Ergebnisse. Sein Fazit: Die JuNas hatten bereits sehr ordentlich gearbeitet. Und besonders schön – einige von ihnen entdeckten dabei richtig Freude daran, sich intensiver mit Pilzen zu beschäftigen, was nicht nur den Experten, sondern auch uns sehr gefreut hat.

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Die erste Aufgabe hatten die JuNas erfolgreich gemeistert – nun ging es an die Artbestimmung. Dafür griffen sie zu den klassischen Pilzbestimmungsbüchern. Jeder durfte selbst entscheiden, ob er lieber allein oder im Team arbeiten und welchen Pilz er sich vornehmen wollte. Zunächst standen die einfachen Röhrenpilze auf dem Programm, danach folgten nach und nach auch die schwierigeren Arten. Hilfreich waren kleine Tipps zu charakteristischen Merkmalen: So geben Milchlinge eine milchige Flüssigkeit ab, andere Pilze verändern ihre Farbe bei Druck oder Anschnitt. Bei manchen Arten war allerdings die Expertise des Fachmanns notwendig, denn nicht immer stimmen Abbildungen oder Zeichnungen exakt mit den Funden überein. Häufig braucht es zusätzliche Hinweise, um sehr ähnlich aussehende Arten sicher zu unterscheiden. Am Ende gelang es den JuNas, fast alle Pilze selbstständig zu bestimmen und ihnen einen Namen zu geben – ein Ergebnis, das sowohl die Kinder als auch den Pilzexperten sehr freute. Die neu gewonnenen Kenntnisse können sie nun bei der nächsten Herbstwanderung mit der Familie gleich anwenden und festigen.

Vielen Dank an Wolfgang Friese für seine Unterstützung und Vorbereitung der Veranstaltung. Das Thema Pilze werden wir sicherlich noch öfters behandeln.

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter an der kommunalen Naturschutzstation Chemnitz (Adelsbergstraße 192) finden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Umweltamt der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.