BUND Regionalgruppe Chemnitz
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13.06.2025 Garteneinsatz der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (AK)

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

An einem sonnigen und sehr warmen Tag trafen sich die Jungen Naturwächter der AG Chemnitzer NATUREntdecker zu einem kleinen Garteneinsatz in der Naturschutzstation. Der Garten bietet zahlreichen Tieren, Pflanzen und Pilzen einen wertvollen Lebensraum – und ist für die JuNas immer wieder ein Ort spannender Entdeckungen. Damit dieser Lebensraum erhalten bleibt, braucht der Garten hin und wieder etwas Pflege und Struktur. Da kamen die vielen fleißigen JuNa-Hände – unterstützt von einer engagierten Gastfamilie – genau richtig. Gemeinsam wurden verschiedene Bereiche des Gartens in Form gebracht: Die Forsythie und die Rose wurden zurückgeschnitten, kleine Bäumchen und verblühte Pflanzen entfernt, das gemähte Gras abgetragen. Der Kompost füllte sich rasch, und die JuNas kamen dabei ganz schön ins Schwitzen. Manchmal mussten wir die Kinder sogar ein wenig bremsen – denn allzu gründlich wollten wir natürlich nicht sein. Trotz der körperlichen Arbeit hatten alle sichtlich Spaß im Garten der Naturschutzstation. Und ganz nebenbei wurde natürlich auch wieder viel entdeckt und beobachtet.

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Besonders faszinierend war eine Distel, die man als Gärtner normalerweise sofort entfernen würde. Auf ihr tummelten sich zahlreiche Blattläuse – und mit ihnen auch ihre natürlichen Feinde: Marienkäfer und Schwebfliegenlarven. Die JuNas waren begeistert und entschieden gemeinsam, die Pflanze stehen zu lassen. So wurde klar: Auch vermeintliche „Unkräuter“ haben ihren Platz im Garten und spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Ebenso wurde deutlich, warum chemische Mittel im Garten tabu sein sollten – sie gefährden nicht nur Schädlinge, sondern auch wertvolle Nützlinge und bringen das natürliche Gleichgewicht durcheinander. Nach der ersten Stunde waren alle wegen der Hitze schon ziemlich erschöpft, und die Saftflaschen leerten sich rapide. Daher beschlossen wir, eine kleine Entdeckungsrunde am Teich zu machen – und wurden belohnt: Libellen flogen umher, Molche schwammen durchs Wasser, und sogar das Sommergoldhähnchen konnten wir aus der Fichte hervorlocken. Erstaunt beobachteten die JuNas den kleinen Vogel, der bis auf wenige Meter herankam – ein besonderes Erlebnis! Auch wenn das Ende der Veranstaltung gekommen war, fiel der Abschied diesmal nicht so schwer wie sonst. Die Hitze hatte alle geschafft, und außerdem freuten sich die JuNas schon auf den Tag der Jungen Naturwächter im Botanischen Garten Chemnitz am nächsten Tag – das nächste spannende Abenteuer wartete bereits!

Die Larven einiger Schwebfliegenlarven ernähren sich von Blattläusen und helfen dabei, die Pflanzenschädlinge auf natürliche Weise zu regulieren.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Eine von mehreren Vierfleck-Libellen (Libellula quadrimaculata) am Teich der Naturschutzstation Chemnitz.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Auch ein Eispiegel eines Marienkäfers konnten die Jungen Naturwächter in der Nähe der Blattlauskolonie entdecken.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Mit neugierigem Blick suchte das Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapilla) nach dem vermeintlichen Eindringling.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Das erste Große Ochsenauge (Maniola jurtina) in diesem Jahr in der Naturschutzstation. Ein Männchen, wie die Jungen Naturwächter mit Hilfe des Bestimmungsbuches herausfanden.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Dann zeigte sich das Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapilla) ganz nah und brachte die Jungen Naturwächter zum Staunen.  (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.