Teich-Expedition – Auf Entdeckungsreise im Lebensraum Wasser
Für viele der Jungen Naturwächter stand das erste Tümpeln auf dem Plan – eine gründliche Einweisung durfte da natürlich nicht fehlen.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Für die Jungen Naturwächter des Grundkurses stand ein spannender Programmpunkt auf dem Plan: das erste Tümpeln! Treffpunkt war wie gewohnt die städtische Naturschutzstation, wo bereits alles für den das Abenteuer "Teich" vorbereitet war. Unterstützung bekamen die JuNas dabei von unserem engagierten, ehrenamtlichen Naturfreund Matthias Rodig. Nach und nach trafen die neugierigen Teilnehmer ein – voller Vorfreude auf das, was sie erwartete. Schnell wurden die bereitgestellten Materialien inspiziert: Auf einem Tisch standen Aquarien bereit, auf einem anderen befanden sich Binokulare und große Schalen zur Bestimmung der Funde. Natürlich durften auch die zahlreichen Bestimmungshilfen nicht fehlen, die inzwischen zur kleinen Sammlung der JuNas gehören – und sofort eifrig durchstöbert wurden. Dann konnte es endlich losgehen. Nach einer kurzen Einweisung zum richtigen Umgang mit dem Kescher und zum Ablauf der Veranstaltung ging es hinaus zum Teich. Dort hielten wir zunächst gemeinsam Ausschau nach Libellen, die in den letzten Tagen geschlüpft waren und nun bereits emsig über das Wasser schwirrten.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Gespannt und voller Eifer tauchten die Jungen Naturwächter ihre Kescher in den Teich – was sie da wohl entdecken würden?
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Damit jeder einmal am kleinen Tümpel der Naturschutzstation den Kescher schwingen konnte, wurden rasch Zweierteams gebildet. Während ein Team jeweils tümpelte, beschäftigten sich die anderen mit den bereits gefangenen Tieren – sie wurden genau unter die Lupe genommen und mithilfe von Bestimmungshilfen bestimmt. Voller Erwartung führten die Kinder ihre Kescher vorsichtig zwischen den Wasserpflanzen hindurch – stets in der Hoffnung, etwas Spannendes einzufangen. Und tatsächlich: Immer wieder landeten verschiedene Wassertiere in den Keschern der JuNas. Stolz trug jedes Team seinen Fang zurück zur Station und präsentierte ihn den anderen. Unter den Funden waren unter anderem Männchen und Weibchen des Teichmolchs (Lissotriton vulgaris) und des Bergmolchs (Ichthyosaura alpestris), Wasserläufer, ein Egel, verschiedene Larven von Eintags- und Köcherfliegen, Libellenlarven sowie zahlreiche Schnecken. Besonders der auffällige Rückenkamm der Teichmolch-Männchen führte zunächst zu der Vermutung, es könnte sich um einen Kammmolch handeln. Gemeinsam gingen wir deshalb die weiteren Unterscheidungsmerkmale durch – bis alle überzeugt waren: Es handelte sich tatsächlich um Teichmolche. Auch die deutlich unterschiedlich gezeichneten Bäuche der beiden gefangenen Molcharten waren gut zu erkennen. Große Begeisterung herrschte auch bei den zahlreichen Wasserschnecken – jeder wollte einmal eine davon auf die Hand nehmen. Mithilfe der Bestimmungshilfen gelang es den JuNas sogar, die verschiedenen Libellenlarven zu unterscheiden. Ein besonderes Highlight war unser neues digitales Mikroskop, mit dem die Kinder zahlreiche Kleinstlebewesen (Plankton) auf der großen Leinwand betrachten konnten. Die Staunen war groß – so viel Leben in einem so kleinen Tümpel! Wie immer, wenn es besonders viel Spaß macht, verging die Zeit wie im Flug. Die JuNas hätten am liebsten noch weiter getümpelt, doch bald schon standen die Eltern zur Abholung bereit. Natürlich ließen es sich die Kinder nicht nehmen, ihren Eltern stolz die Funde zu zeigen und zu berichten, was sie selbst gefangen hatten. Zum Abschluss wurden alle Tiere selbstverständlich wieder sorgfältig von den JuNas in den Teich zurückgesetzt – ein gelungener Abschluss eines spannenden Naturerlebnisses.
Vielen Dank an Matthias für seine Unterstützung beim Tümpeln mit den Jungen Naturwächtern des Grundkurses.
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.