Ein Tagpfauenauge (Aglais io) beim Nektartrinken an Schlehenblüten am Waldrand des Crimmitschauer Waldes in Chemnitz.
(L. Heinrich
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Junge Naturwähter / BUND Chemnitz)
In dieser Woche trafen sich die Jungen Naturwächter des Grundkurses ausnahmsweise nicht in der städtischen Naturschutzstation, sondern am Eingang des Botanischen Gartens Chemnitz. Auf dem Programm stand eine Frühlingswanderung durch den Crimmitschauer Wald – eine ideale Gelegenheit, die erwachende Natur hautnah zu erleben.
Im Gegensatz zu unserer Ferienexkursion zur Naturschutzstation Herrenhaide eine Woche zuvor zeigte sich der Frühling nun von seiner schönsten Seite. Bei warmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein waren die JuNas des Grundkurses schon ganz gespannt, was wir in diesem Jahr alles beobachten und entdecken werden.
Dabei wurden schnell Erinnerungen an unsere Frühlingswanderung am selben Ort im letzten Jahr wach. Damals entdeckten wir unter anderem eine Waldeidechse beim Sonnenbad im großen Insektenhotel sowie Froschlaich in den kleinen Tümpeln. Und nicht zu vergessen: der üppige Bärlauch im Crimmitschauer Wald.
Auch dieser Ausflug begann vielversprechend: Bereits beim Warten auf dem Parkplatz ließ sich im angrenzenden Wäldchen ein Rehbock beobachten.
Die Jungen Naturwächter freuen sich jedes Mal, wenn Matthias Rodig sie auf ihren Entdeckungstouren begleitet.
(L. Heinrich
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Junge Naturwähter / BUND Chemnitz)
Gemeinsam mit unserem ehrenamtlichen Helfer Matthias Rodig führte der Weg zunächst am Uhugehege vorbei in Richtung Wald. Hier konnten die JuNas beobachten, dass einer der Uhus ruhig und aufgeplustert in seiner Höhle saß. Dies deutet darauf hin, dass möglicherweise bereits Nachwuchs vorhanden ist, sicher sagen ließ sich das jedoch noch nicht.
Am Insektenhotel angekommen, richtete sich die Aufmerksamkeit schnell auf die zahlreichen Wildbienen. Besonders häufig waren Gehörnte Mauerbienen (Osmia cornuta) zu beobachten, die eifrig auf der Suche nach geeigneten Niströhren waren. Diese Wildbienenart ist gut an ihrem rostrot gefärbten Hinterleib zu erkennen. Mauerbienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern im Frühling und legen ihre Eier in kleine Hohlräume, die sie mit einem Vorrat aus Pollen und Nektar für ihre Larven ausstatten. Zudem waren auch einige Bodenwanzen zu beobachten, die unruhig umherliefen.
Im weiteren Verlauf trafen wir auf einen unserer ehemaligen JuNas, der inzwischen bei den JuNas im Naturschutzzentrum des NABU Chemnitz im Botanischen Garten aktiv ist. Er war gerade mit seiner Familie auf der Suche nach Eidechsen, sodass wir uns spontan zusammenschlossen und gemeinsam nach den flinken Reptilien Ausschau hielten.
Leben im Verborgenen: Spannende Beobachtungen am Steinbeet
Wer beobachtet hier eigentlich wen? Eine Waldeidechse (Zootoca vivipara) auf der Außenanlage des Botanischen Gartens Chemnitz.
(L. Heinrich
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Junge Naturwähter / BUND Chemnitz)
Leise, vorsichtig und stets auf ihren Schatten bedacht näherten sich die JuNas den Waldeidechsen – und wurden mit faszinierenden Beobachtungen belohnt.
(B. Franke
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Junge Naturwähter / BUND Chemnitz)
Direkt gegenüber im Steingarten konnten die JuNas zahlreiche Waldeidechsen entdecken. Mit ein wenig Geduld gelang es schließlich allen, mindestens ein Tier zu beobachten. Die Eidechsen nutzen die warmen Steine, um sich in der Frühlingssonne aufzuwärmen – ein typisches Verhalten, da ihre Körpertemperatur von der Umgebung abhängt. Neben den Eidechsen wurden auch weitere spannende Tiere entdeckt, darunter Dornschrecken, schillernde Goldwespen und sogar kleine Mäuse.
Aus sicherer Entfernung beobachtete eine Dohle (Corvus monedula) neugierig das Geschehen im Botanischen Garten.
(L. Heinrich
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Junge Naturwähter / BUND Chemnitz)
Andere Waldeidechsen (Zootoca vivipara) ließen sich überhaupt nicht von den jungen Naturwächtern stören. Revierkampf oder Paarungsritual?
(L. Heinrich
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Junge Naturwähter / BUND Chemnitz)
Blick auf das Naturschutzzentrum des NABU Chemnitz im Botanischen Garten.
(B. Franke
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Junge Naturwähter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Im Wald selbst erwartete die JuNas eine beeindruckende Vielfalt an Frühblühern. Matthias erklärte anschaulich, warum diese Pflanzen bereits so früh im Jahr blühen: Noch bevor die Bäume ihr Blätterdach ausbilden, gelangt ausreichend Sonnenlicht bis zum Waldboden – eine kurze Phase, die die Frühblüher optimal nutzen.
Viele Arten, wie das Buschwindröschen, verfügen über unterirdische Speicherorgane, in denen sie Nährstoffe für das nächste Jahr einlagern. Besonders auffällig waren die weißen Blüten der Buschwindröschen sowie die leuchtend gelben Blüten von Scharbockskraut und Sumpfdotterblume. Dabei wurden auch wichtige Unterscheidungsmerkmale besprochen, um Verwechslungen mit ähnlichen Arten zu vermeiden.
Zur Veranschaulichung hatte Matthias ein Buschwindröschen aus seinem Garten mitgebracht. So konnten die JuNas die Speicherorgane direkt betrachten und lernten, dass Frühblüher gewissermaßen über einen eigenen „Akku“ verfügen, der ihnen in der noch kühlen und lichtarmen Jahreszeit die nötige Energie zum Austreiben liefert.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Vorbei über kleine Brücken gelangten die Jungen Naturwächter an kleinere Teiche, an denen ein leises Quaken drang. Hier weilten ein paar Erdkrötenmännchen, die auf der Suche nach Weibchen waren. Auch Laichballen konnten die JuNas im Wasser entdecken, der jedoch nicht von den Erdkröten stammen konnte. Das wussten die JuNas bereits, denn Kröten legen ihren Laich in Schnüren. So klärte sich, dass der Ballen von einem Grasfrosch gelegt wurde.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
An der Rutsche im Wald angekommen, lag ein intensiver Knoblauchduft in der Luft: Ein großes Bärlauchfeld hatte sich hier ausgebreitet. Die JuNas erfuhren, dass Bärlauch grundsätzlich in kleinen Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden darf – jedoch nur dort, wo es erlaubt ist. In diesem Gebiet weist ein Hinweisschild ausdrücklich darauf hin, dass das Pflücken verboten ist, damit sich der Bestand ungestört entwickeln kann. Leider wird dies nicht immer eingehalten. Die JuNas durften dennoch vorsichtig ein Blatt zerreiben und den typischen Geruch kennenlernen.
Nach einer ausgiebigen Spiel- und Rutschpause traten die JuNas schließlich den Rückweg an. Am Treffpunkt angekommen, berichteten sie ihren Familien begeistert von den vielen spannenden Entdeckungen.
Ein herzliches Dankeschön gilt Matthias Rodig, der die Exkursion wieder einmal mit großem Engagement begleitet und den JuNas viele spannende Einblicke in den Lebensraum Wald und seine Bewohner vermittelt hat.
(Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.