Was auf den ersten Blick wie ein ruhiger Gartenteich aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Lebensraum für unzählige Tiere. Genau diesem faszinierenden Mikrokosmos widmete sich der Aufbaukurs der Jungen Naturwächter Chemnitz bei dieser Veranstaltung in der Naturschutzstation Chemnitz-Gablenz.
Mit Kescher und Becherlupe auf Entdeckungstour
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Damit jedes Tier möglichst schonend untersucht werden konnte, arbeiteten die JuNas in kleinen Zweierteams. Gemeinsam mit Ben ging es nacheinander an den Teich, wo mit Keschern vorsichtig zwischen Wasserpflanzen, am Gewässergrund und entlang des Ufers nach Teichbewohnern gesucht wurde. Wer etwas gefangen hatte, setzte die Tiere in ein Gefäß mit Teichwasser und und brachte dies nach drinnen.
Währenddessen blieb die restliche Gruppe mit Linda im Seminarraum und untersuchte bereits die zuvor gefangenen Tiere. So konnten alle sowohl selbst tümpeln als auch die spannende Bestimmungsarbeit kennenlernen.
Vom Molch bis zum Wasserfloh – eine erstaunliche Artenvielfalt
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Funde konnten sich sehen lassen. Bereits nach kurzer Zeit füllten sich die kleinen Aquarien und Becherlupen mit zahlreichen Wasserlebewesen. Besonders beeindruckend waren mehrere Teichmolche und Bergmolche, außerdem verschiedene Molchlarven, die sich noch mitten in ihrer Entwicklung befanden.
Daneben gingen den JuNas zahlreiche Libellenlarven verschiedener Arten, Eintagsfliegenlarven, Posthornschnecken und viele weitere Wasserbewohner ins Netz. Jedes Tier wurde möglichst genau betrachtet und anschließend mithilfe von Bestimmungsbüchern und Bestimmungshilfen bestimmt.
Zwei Bergmolche und ein Teichmolch sind hier gut im Vergleich zu erkennen.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Auch im Wasserbecken der alten Pumpe befinden sich viele Lebewesen, darunter auch Molche und ihre Larven.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Was verraten uns die Tiere über den Teich?
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Beim Tümpeln geht es nicht nur darum, möglichst viele Tiere zu entdecken. Die verschiedenen Arten geben auch wichtige Hinweise auf den Zustand eines Gewässers. Manche Tiere benötigen sauberes, sauerstoffreiches Wasser, andere kommen auch mit höheren Temperaturen oder nährstoffreicheren Bedingungen zurecht.
Deshalb dokumentieren die Jungen Naturwächter ihre Funde regelmäßig. So entsteht nach und nach ein Überblick darüber, welche Arten in unserem Teich vorkommen und wie sich die Lebensgemeinschaft im Laufe der Jahre verändert. Solche Beobachtungen können dabei helfen, Entwicklungen durch den Klimawandel oder Veränderungen des Lebensraums frühzeitig zu erkennen und den Teich als wertvollen Lebensraum langfristig zu erhalten.
Nach der Bestimmung wurden selbstverständlich alle Tiere wieder vorsichtig an ihren Fundort zurückgesetzt – denn nur in ihrem natürlichen Lebensraum können sie sich weiterentwickeln und ihren wichtigen Beitrag zum Ökosystem leisten.
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.