Neugierig spähten die Jungen Naturwächter, welche Veränderungen der Teich über die Ferien erfahren hatte und welche neuen Bewohner es zu entdecken gab.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Der Sommer zeigte sich von seiner wärmsten Seite: Bei über 30 Grad starteten die JuNas des Grundkurses am Mittwoch, den 13. August, zu einer kleinen Exkursion auf die Wiese nahe der Naturschutzstation. Schon zu Beginn war klar: Heute würden wir nicht nur Insekten kennenlernen, sondern auch für die nötige Abkühlung sorgen müssen. Bevor es jedoch hinaus auf die Wiese ging, erkundeten wir zunächst das Gelände der Naturschutzstation etwas genauer. Linda hatte bereits einen Russischen Bär (Euplagia quadripunctaria), auch Spanische Flagge genannt, gefangen – ein besonders auffälliger Nachtfalter mit rot-schwarz-weißer Zeichnung. Beim Freilassen kamen seine roten Hinterflügel besonders schön zur Geltung und sorgten für staunende Augen bei den anwesenden JuNas. Auch ein Grünader-Weißling (Pieris napi) befand sich bereits in einer der Becherlupen und wurde mithilfe unserer Bestimmungshilfen genauer betrachtet. Für große Begeisterung sorgte außerdem eine Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea), die sich im hohen Gras verheddert hatte. Durch vorsichtiges Einfangen konnten die Kinder diese Großlibelle einmal ganz aus der Nähe bestaunen und vor allem ihre faszinierenden Facettenaugen betrachten, bevor sie wieder in die Freiheit entlassen wurde. Kurz darauf entdeckten die JuNas noch einige Raupen des Tagpfauenauges (Aglais io). Dass sich diese ausschließlich von Brennnesseln ernähren, wussten sie bereits – und so fiel die Bestimmung leicht. Anhand der Raupenfutterpflanze lassen sich nämlich viele Schmetterlingsarten gut eingrenzen. Gleichzeitig erfuhren die Kinder, wie wichtig die Brennnessel für zahlreiche heimische Falter ist: Sie bietet den Raupen Nahrung und Schutz und ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil in naturnahen Gärten und auf wilden Wiesen.
Das Weibchen der Blaugrünen Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) hatte mit seinen Flügeln zu kämpfen und bot den Jungen Naturwächtern so die seltene Gelegenheit, es aus nächster Nähe zu betrachten.
Nachdem wir die Mosaikjungfer betrachtet hatten, wurde sie wieder in die Freiheit entlassen. Vermutlich wird sie aber nicht mehr lange überlebt haben, da sie offensichtlich Probleme beim Fliegen hatte.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Diesen wunderschönen Russischen Bären (Euplagia quadripunctaria) konnten die Jungen Naturwächter in der städtischen Naturschutzstation bewundern.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Jungen Naturwächter staunten über die farbenprächtigen Flügel des Russischen Bären (Euplagia quadripunctaria), als er wieder in die Freiheit flatterte.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Welche Raupen fressen denn da an den Brennnesseln?
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Natürlich erkannten die Jungen Naturwächter schon die Raupen des Tagpfauenauges (Aglais io), denn dieser häufige Schmetterling nutzt ausschließlich die Große Brennnessel als Nahrungspflanze für seinen Nachwuchs.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Warmmachen war an diesem Tag nicht notwendig, aber ein paar Schwungübungen können nicht schaden.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Anschließend zogen wir mit Keschern und Becherlupen los zur großen Wiese. Bevor die Kinder selbst auf Jagd gingen, übten wir gemeinsam den richtigen Umgang mit dem Kescher, denn der richtige Umgang will geübt sein. Gar nicht so leicht, die kleinen Flieger einzufangen, ohne ihnen zu schaden und sie nicht wieder gleich abhauen! Doch nach ein paar Versuchen hatten einige schon den Dreh raus und schon befanden sich die ersten Schmetterlinge in den Becherlupen. Neben Weißlingen und kleinen Bläulingen gingen den JuNas auch verschiedene Käfer, Wanzen und Fliegen ins Netz. So konnten die Kinder hautnah beobachten, wie vielfältig und bunt die Insektenwelt direkt vor unserer Haustür ist. Ein Kleines Wiesenvögelchen faszinierte die JuNas auch, da der kleine Falter im Flug farbenfroh orange leuchtet und in der Becherlupe eher grau erscheint. Das liegt daran, dass die meisten Falter zur besseren Tarnung eine unscheinbare Flügelunterseite haben, um nicht so leicht entdeckt zu werden. Schnell zogen sich die JuNas wegen der großen Hitze in die Schattenbereiche und zum Bachlauf zurück, um dort nach spannenden Entdeckungen Ausschau zu halten.
Voller Staunen beobachteten die Jungen Naturwächter, wie die Insekten wieder in die Freiheit flogen – ein besonderer Moment zum Abschiednehmen und Bewundern.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Ein typischer Wiesenbewohner ist das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) und auch die Jungen Naturwächter konnten es an diesem Tag mit den Keschern einfangen.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Was haben die Jungen Naturwächter denn da in der Wiese entdeckt?
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Wespenspinne (Argiope bruennichi) hat sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet und war vielen Jungen Naturwächtern schon bekannt.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Trotz der Hitze machten sich die Jungen Naturwächter auf Insektensuche und wurden immer wieder fündig.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Auch in diesem Jahr konnten wir mit den Jungen Naturwächtern den Kurzschwänzigen Bläuling (Cupido argiades) auf der Wiese entdecken.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Linda entdeckte sogar diese Sumpfschrecke (Stethophyma grossum), welche eher auf feuchten Wiesen anzutreffen ist.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Durch die Hitze zog es die Jungen Naturwächter dann doch in den Schatten und mit den Füßen in den Bach.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Doch so spannend die Beobachtungen auf der Wiese auch waren – irgendwann wurde es in der prallen Sonne einfach zu heiß. Also zogen wir weiter zum nahegelegenen Bach. Dort kühlten alle erst einmal ihre Füße im frischen Wasser, bevor es auch hier auf Entdeckungstour ging. Mit viel Neugier untersuchten die JuNas Steine, Pflanzen und kleine Wassertiere. Schnell fanden sich einige Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven und andere kleine Wasserbewohner. Neben dem Forschen blieb natürlich auch Zeit für ausgelassenes Spielen und Planschen – eine willkommene Abwechslung nach der intensiven Insektenjagd. Zum Abschluss zeigte Ben noch ein spannendes Insekt: unter den Bäumen am Bach waren kleine Trichter im trockenen Boden zu sehen, ein Anzeichen auf Ameisenlöwen! So erklärten wir die Lebensweise des kleinen Tierchens, das im Grund des Trichters sitzt und auf Beute wartet. Fällt eine Ameise in den Trichter, so wirft der Ameisenlöwe mit Sand nach ihr, sodass sie nicht mehr entkommen kann. Dann fängt er sie und frisst die Ameise. Leider zeigte sich das Tierchen an diesem Tag nicht, sodass wir Bilder der Larve und dann dem daraus schlüpfenden Netzflügler kurzerhand auf dem Handy parat hatten.
Zum krönenden Abschluss hatte eine JuNa-Mutti Eis für alle mitgebracht, eine sehr willkommene Geste bei dem Wetter! Ganz lieben Dank an dieser Stelle an unsere aufmerksamen JuNa-Eltern. Mit der Abkühlung auf der Zunge ging es dann zurück zur Naturschutzstation, wo sich dann alle in den Feierabend verabschiedeten und von unseren spannenden Erlebnissen erzählten.
Ein großer Dank geht an den Wirtschaftshof Euba, der uns auch in diesem Jahr wieder die Erlaubnis gegeben hat, auf ihrer Wiese auf Insektensuche zu gehen.
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter an der kommunalen Naturschutzstation Chemnitz (Adelsbergstraße 192) finden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Umweltamt der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.