Wer wohl den Baumstumpf zerfressen hat?
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Eigentlich wollten wir an diesem Tag zu unserer ersten Veranstaltung nach den großen Sommerferien mit den Jungen Naturwächtern der AG Chemnitzer NATUREntdecker die Wiesenbewohner entdecken. Doch es war allen schlicht zu warm. Gemeinsam entschieden wir uns deshalb, im Schatten entlang des Gablenzbaches zu laufen und dort nach interessanten Entdeckungen Ausschau zu halten. Schnell stellten die JuNas fest, wie wichtig Bäume und Sträucher im Hochsommer sind. Sie werfen kühlen Schatten, sorgen für ein ausgeglichenes Klima und machen selbst heiße Tage erträglich. Durch die zahlreichen Bäume am Bach hatten wir einen angenehmen Weg. So konnten die JuNas viele spannende Dinge am Wegesrand entdecken – ein zerfressener Baumstumpf hier, ein Faulbaumbläuling dort. Deutlich sichtbar war auch der niedrige Wasserstand des Gablenzbaches. An manchen Stellen war er so stark verbaut, dass Fische bei diesem Pegel kaum wandern konnten. Zur Abkühlung legten wir einen Zwischenstopp bei der nahegelegenen Eisdiele ein. Anschließend erkundeten wir erneut den Bachlauf und entdeckten dabei leider auch viel Müll. Dieser stammte meist von den Imbissen aus der Umgebung – sehr schade, wie die JuNas fanden. Vielleicht wird unsere nächste Müllsammelaktion genau dort stattfinden.
Die JuNas inspizierten mal den Gablenzbach.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Auf unserem Rückweg schauten wir uns außerdem die verschiedenen Grundstücke entlang des Weges an. Einige waren naturnah gestaltet, mit bunten Blumen, Sträuchern und schattenspendenden Bäumen – Lebensräume, die sowohl für Menschen als auch für Tiere wertvoll sind. Andere dagegen wirkten eher wie ein „Wohnzimmer im Freien“: fast nur Pflasterflächen, vom Mähroboter gemähter Rasen – der gerade fuhr – und hohe Koniferenhecken. Dort mussten die Anwohner ihre Haustür offenstehen lassen, um das Haus zu kühlen. Ein anschauliches Beispiel dafür, wie man sein Grundstück besser nicht gestalten sollte, da es zur Erwärmung der Innenstadt beiträgt und Tieren kaum Lebensraum bietet. Zurück an der Naturschutzstation machten wir noch eine wichtige Beobachtung: Die große Kastanie im Hof spendet im Sommer wohltuenden Schatten, auch wenn im Herbst ihre vielen Blätter Arbeit machen. Auffällig waren jedoch ihre braunen Blätter – ein klarer Hinweis auf den starken Befall durch die Rosskastanienminiermotte (Cameraria ohridella). Ihre Larven fressen auffällige Gänge zwischen den Blattschichten und schädigen so die Blätter. Zum Abschluss wollten einige JuNas noch sehen, wie es unserer Erdkröte im Garten der Naturschutzstation geht. Sie hatte sich mitten im Thymian unserer 2022 gebauten Kräuterschnecke ein kühles Versteck gegraben und verbringt dort die heißen Sommertage. Ab und zu genießt sie sogar eine kühle Dusche beim Gießen der Kräuter. Ein schöner Moment war auch, als unser ältester JuNa das Wasserbecken am Brunnenhäuschen wieder auffüllte – darüber haben sich die Molchlarven sicherlich gefreut. So ging eine weitere spannende JuNa-Veranstaltung trotz großer Hitze erlebnisreich und erfolgreich zu Ende.
Interessante Wetterstation in der Eisdiele.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Trotz des verregneten Sommers war der Gablenzbach Mitte August eher ein Rinnsal.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter an der kommunalen Naturschutzstation Chemnitz (Adelsbergstraße 192) finden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Umweltamt der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.