(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Auch an diesem Freitag stand für die Ferienkinder und Familien ein Flechtkurs auf dem Plan. Die Jungen Naturwächter und Gäste konnten wieder die Grundlagen erlernen oder ihre vorhandenen Techniken verfeinern. Diejenigen, die schon an vorherigen Flechtkursen teilgenommen hatten, versuchten sich nun an schwierigeren Flechtwerken wie zum Beispiel einem Korb. In früheren Zeiten war dies eine typische Winterbeschäftigung für die Landbevölkerung, was diese schon als Kinder gelernt hatten. Vorhandene Körbe wurden repariert und verbrauchte Körbe wurden durch neue ersetzt. Kopfweiden standen meist an jedem Gewässer und so hatte man stets genügend Flechtmaterial zur Verfügung, wovon auch die Natur profitierte. Schließlich dienen Weidenblüten zahlreichen Insekten als wichtige Nahrungsquelle im Frühjahr. Dennoch müssen sie alle paar Jahre mal zurückgeschnitten werden, damit sie auch weiterhin schön blühen. Heute ist dieses Handwerk stark zurückgegangen und die Kopfweidenpflege ist nur noch Aufgabe des Naturschutzes. Die dabei anfallenden Zweige haben aber keine Verwendung mehr, was wir sehr schade finden. Daher haben wir uns auch in diesem Jahr entschlossen, einen Flechtkurs anzubieten. So entstanden neben Körben auch wieder Meisenknödelhalter oder Dekoobjekte. Spaß hat es allen wieder gemacht, und die Unikate konnten stolz zu Hause präsentiert werden. Linda und Annett freuen sich schon auf das nächste Jahr, wo es sicherlich wieder neue Ideen zum Nachflechten geben wird.
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.