Unser Aufbaukurs der Jungen Naturwächter hat durch die zahlreichen JuNa-Veranstaltungen bereits verschiedene Gebiete in Chemnitz kennengelernt, doch der Knappteich im Yorckgebiet war für viele ein neuer Ort.
Während einige der Teilnehmenden hier ab und zu spazieren gehen, waren der Stadtteich und das umliegende Gebiet für andere völliges Neuland.
Wie schon am Mittwoch beim Besuch des Grundkurses empfing uns auch diesmal wieder Oliver Treydel von der Bürgerplattform Mitte-Ost, um den JuNas viele spannende Dinge rund um den Knappteich und das ehrenamtliche Engagement zu berichten.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Am Teich angekommen, schwammen die ersten Stockenten bereits neugierig auf die JuNas zu. Während Oliver etwas über den Knappteich und seine Geschichte erzählte, beobachteten die Kinder, wie die Enten aufmerksam warteten – offenbar in der Hoffnung, dass jemand etwas Fressbares aus der Tasche zaubern würde. Schon zu Beginn wurde damit ein wichtiges Problem sichtbar: Die Enten am Knappteich – wie an vielen anderen Gewässern – werden regelmäßig gefüttert und haben sich daran gewöhnt. Dieses Verhalten führt dazu, dass sie zunehmend die Scheu vor Menschen verlieren und ein unnatürliches Verhalten zeigen. Doch das Füttern bringt nicht nur zutrauliche Enten mit sich, sondern kann auch ernsthafte Folgen haben: Verarbeitete Lebensmittel wie Brot sind für Enten schwer verdaulich und können im schlimmsten Fall zu schweren gesundheitlichen Problemen oder sogar zum Tod führen. Außerdem bleiben Futterreste oft am Ufer liegen – ein idealer Anziehungspunkt für unerwünschte Tiere wie Ratten oder Waschbären. Dabei ist eine Fütterung gar nicht notwendig: In natürlichen Teichen finden Enten ausreichend Nahrung. Die JuNas wussten das natürlich bereits und konnten die Zusammenhänge und Probleme gut nachvollziehen.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Besonders spannend war für die Jungen Naturwächter die Beobachtung der Jungtiere der Stockenten – ein echtes Highlight, dem sie sich mit großer Begeisterung widmeten. Bei den Küken lässt sich das Geschlecht noch nicht unterscheiden, da sie alle einheitlich braun gefärbt sind. Interessant war auch zu sehen, dass sich die Jungtiere in ganz unterschiedlichen Entwicklungsstadien befanden: Einige waren bereits fast so groß wie die Elterntiere, während andere noch wie frisch geschlüpft wirkten. Nach einiger Zeit gesellte sich auch ein neugieriges Blässhuhn dazu, das aus nächster Nähe beobachtet werden konnte. Oliver gab außerdem spannende Einblicke in die Baumwelt rund um den Knappteich. So erklärte er unter anderem, dass die Trauerweiden regelmäßig zurückgeschnitten werden, woraufhin sie wieder frisch austreiben. Dieses Prinzip kennen die JuNas bereits von den Kopfweiden, deren ökologische Bedeutung und frühere Nutzung – etwa zum Flechten – sie in vergangenen Veranstaltungen kennengelernt haben.
Der Permakultur-Garten des Knappteichvereins
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Anschließend führte der Weg die JuNas zum Knappteichgarten.
Dieser liegt neben der Kleingartensparte und ist als Bürger- und Umweltbildungsgarten angelegt. Hier erfuhren die JuNas, was Permakultur bedeutet und wie man im Einklang mit der Natur zukunftsorientiert gärtnern kann.
Elisabeth vom Knappteichteam stellte zahlreiche Pflanzen vor, die als alte Sorten gelten und sich besonders einfach kultivieren lassen. Sie sind an den Standort angepasst und kommen daher auch mit schwierigen Klimabedingungen gut zurecht.
Im Anschluss versuchten die JuNas, die Kräuter zu bestimmen – und zu verkosten. Gemeinsam konnten alle Pflanzen erfolgreich erkannt werden, und erste Kochrezepte wurden ausgetauscht, in denen die jeweiligen Kräuter Verwendung finden.
JuNas? Tümpeln!
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Damit kennen sich die JuNas mittlerweile bestens aus – umso größer war die Freude, auch den Knappteich auf seine kleinsten Bewohner hin zu untersuchen. Mit kleinen und großen Keschern wurde vorsichtig das Wasser und der Boden durchkämmt, und einige Tiere landeten in den Sammelbehältern. Schon dabei entdeckten die JuNas erste Kaulquappen – doch von welcher Art stammten sie? Das galt es nun herauszufinden. Zunächst waren im Teich nur wenige weitere Lebewesen zu erkennen, doch eine Schlammprobe wurde mitgenommen, um sie später genauer unter die Lupe zu nehmen. Zurück an der Vereinshütte wurde das Binokular aufgebaut und die Bestimmungshilfen bereitgelegt. Der älteste JuNa, besonders interessiert an Amphibien, nahm sich der Kaulquappen an und kam mithilfe der Bestimmungskarten zu dem Schluss, dass es sich vermutlich um Larven des Grasfroschs handelt. Auch Zooplankton und eine kleine Fischlarve konnten entdeckt werden – wobei eine genaue Artbestimmung hier kaum möglich war. Die Arbeit mit dem Binokular bleibt jedoch immer spannend: Jedes Mal gibt es neue, faszinierende Details zu entdecken.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Vielen Dank für die spannende Führung und das große Engagement! So bleibt der Knappteich ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen – und ein schöner Lern- und Erlebnisort für alle. Einige JuNa-Familien kommen bestimmt wieder vorbei!
Auch das Team vom Knappteichgarten hat sich über unseren Besuch sehr gefreut und berichtet darüber auf seiner Homepage. Wer neugierig ist, kann dort weitere Eindrücke und Bilder entdecken: Klick
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.