BUND Regionalgruppe Chemnitz
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21.11.2025 Eichhörnchen-Wissen zum Mitmachen: JuNa-Vortrag mit Versteck-Challenge

Von Nüssen und Nestbau: Ein JuNa-Tag im Zeichen der Eichhörnchen

 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Letzten Freitag trafen sich die Jungen Naturwächter (JuNa) der AG „Chemnitzer NATUREntdecker“ zu einer abwechslungsreichen Veranstaltung rund um das heimische Eichhörnchen. Im Mittelpunkt stand ein informativer Vortrag, der von einer unserer dienstältesten Jungen Naturwächterinnen gehalten wurde. Trotz ihres angebrochenen Arms ließ sie es sich nicht nehmen, den Vortrag selbst zu präsentieren – ein beeindruckender Einsatz, der großen Respekt verdient. 
Mit einer anschaulichen Präsentation vermittelte sie alles Wissenswerte über die niedlichen Nagetiere – von ihrem Lebensraum über ihre Ernährung bis hin zu ihren beeindruckenden Fähigkeiten, wie dem Verstecken von Vorräten für den Winter. 
Interessant war auch die Frage nach der Namensherkunft: Hier gibt es unterschiedliche Theorien. Eine Möglichkeit ist, dass sich der Name nicht von „Eiche“ ableitet, sondern vom althochdeutschen Wort „aig“, das „flink“ oder „schnell“ bedeutet. Allerdings heißt „Eiche“ im Germanischen „aik“, was ebenfalls einen Bezug als Baumbewohner herstellen könnte. Der zweite Teil des Namens, „Hörnchen“, leitet sich vom althochdeutschen „hornuc“ oder „hornunc“ ab, was so viel wie „kleines Tier mit Hörnern“ bedeutet. Dabei handelt es sich jedoch nicht um echte Hörner, sondern um die spitzen Ohren des Eichhörnchens, die an kleine Hörnchen erinnern. Diese Fellspitzen tragen sie allerdings nur im Winter.
Ein weiterer spannender Aspekt: Unsere heimischen Eichhörnchen können variable Fellfarben aufweisen – von rot über braun und schwarz bis hin zu gefleckten Varianten. Das aus Nordamerika stammende und als invasiv geltende Grauhörnchen (Sciurus carolinensis) kommt in Deutschland bislang nicht vor. Daher handelt es sich bei allen Beobachtungen hierzulande – unabhängig von der Fellfarbe – immer um das heimische Eichhörnchen.
Obwohl Eichhörnchen überwiegend vegetarisch leben und als niedlich und harmlos gelten, zeigen sie gelegentlich eine weniger bekannte Seite: Sie plündern hin und wieder Vogelnester. Zwar steht tierische Nahrung nicht regelmäßig auf ihrem Speiseplan, doch wenn sich die Gelegenheit bietet, nutzen sie diese zusätzliche Proteinquelle.
Durch die Abholzung von Wäldern haben Eichhörnchen längst auch Parks und Grünflächen in Städten als Lebensraum erobert, sodass sie auch in Chemnitz häufig zu beobachten sind.

 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Praktisch, spielerisch, lehrreich: Die JuNas wurden zu Eichhörnchen!

Vor dem Vortrag ging es direkt nach draußen. Die JuNas bekamen die Aufgabe, mal selbst zu Eichhörnchen zu werden und Nüsse im Gelände so zu verstecken, dass sie es selbst wieder finden können und möglichst auch so, dass niemand anders das Versteck entdeckt.

Als der Vortrag dann zuende war, wachten unsere Eichhörnchen aus ihrer Winterruhe auf und sollten sich auf die Suche nach den versteckten Nüssen machen. Das war gar nicht so einfach, denn Linda gab eine Einschränkung in der Zeit an, sodass sich so schnell wie möglich an alles erinnert werden musste. Hinzu kam, dass einige der Eichhörnchen wohl besonders flink und gewitzt waren und so auch die Nüsse der anderen fanden, welche dann vergeblich danach suchten.

Das Experiment machte nicht nur Spaß, sondern veranschaulichte auch, welche Herausforderungen Eichhörnchen im Herbst meistern – und wie sie dabei unbewusst zur Verjüngung von Wald und Gebüsch beitragen.

 

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Gar nicht so einfach ein Versteckt zu finden, welches man sich merkt und welches nicht von den anderen geplündert wird.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Es war gar nicht so einfach für die JuNas, als Eichhörnchen ihre Nüsse zu verstecken: Das Versteck musste sicher sein, damit niemand die Beute klaut – und trotzdem sollten sie die Nüsse später auch wiederfinden!  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
"Am Ende stellte sich die Frage: Wer von den JuNas hatte die meisten Nüsse sicher versteckt – und vor allem wiedergefunden? Wer zu nachlässig war, musste im Winter wohl hungern wie ein echtes Eichhörnchen!  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Wo ist die Nuss geblieben? Auch Eichhörnchen vergessen mal ein Versteck – daraus wächst vielleicht ein neuer Baum!  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Abschluss mit Kurzfilmen Zum Ausklang der Veranstaltung wurden zwei spannende Kurzfilme über Eichhörnchen gezeigt. Die Filme boten faszinierende Einblicke in das Leben der Tiere und rundeten die Veranstaltung perfekt ab.

Fazit Die JuNa-Veranstaltung war ein voller Erfolg: Die Teilnehmer:innen lernten viel über Eichhörnchen, konnten ihr Wissen spielerisch anwenden und hatten dabei eine Menge Spaß. Ein großer Dank geht an die Junge Naturwächterin für ihren tollen Vortrag und an alle, die zum Gelingen des Nachmittags beigetragen haben!

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter an der kommunalen Naturschutzstation Chemnitz (Adelsbergstraße 192) finden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Umweltamt der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.