(N. Vogel
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Jedes Jahr werden die „Lebewesen des Jahres“ gekürt, um auf besondere Tier- und Pflanzenarten aufmerksam zu machen. Mit dieser Wahl rücken Naturschutzverbände bedrohte oder wenig beachtete Arten in den Fokus und sensibilisieren für den Schutz ihrer Lebensräume. Oft stehen diese Arten stellvertretend für ganze Ökosysteme, die durch Umweltveränderungen unter Druck geraten. Der Vogel des Jahres 2025, der Hausrotschwanz, ist ein Beispiel dafür: Durch moderne Bauweisen und den Verlust natürlicher Brutplätze wird es für ihn immer schwieriger, geeignete Nistmöglichkeiten zu finden. Mit der Wahl möchte der NABU nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch konkrete Schutzmaßnahmen anregen – denn nur wer eine Art kennt, kann sich aktiv für ihren Erhalt einsetzen. Auch die Jungen Naturwächter beschäftigen sich bereits seit einigen Jahren intensiv mit den Lebewesen des Jahres und lernen dabei, wie sie aktiv zum Schutz dieser Arten beitragen können.
(N. Vogel
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Zunächst sollte geklärt werden, welches Lebewesen in welcher Kategorie gewählt wurde. Nicht nur der NABU ist daran beteiligt, sondern mehrere Vereine, Stiftungen und Verbände. So wurde beispielsweise das Wildtier des Jahres, der Alpenschneehase, von der Deutschen Wildtierstiftung ausgewählt. Erst wurden alle Kategorien besprochen und im Anschluss die jeweiligen Fotos der Tiere, Pflanzen und Pilze sortiert. Das war gar nicht so einfach, da beispielsweise mehrere Bäume zur Auswahl standen, aber nur eine Kategorie den Titel "Baum des Jahres" trägt. Nach einigem Überlegen wurde dann die Linde als Heilpflanze des Jahres und die Roteiche als Baum des Jahres eingeordnet. Der Cashewbaum ist interessanterweise "Giftpflanze des Jahres", da dieser tatsächlich in seinen Bestandteilen giftige Stoffe enthält. Die Früchte, die wir als Cashew-Nüsse essen, sind eigentlich gar keine Nüsse und sind roh giftig. Eine Junge Naturwächterin wusste das bereits und teilte ihr Wissen mit der Gruppe.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Eine aufmerksame Junge Naturwächterin erklärte noch einmal, wie das Verfahren der Veranstaltung im letzten Jahr lief. Denn hier konnten die JuNas, nachdem sie die Bilder, Namen und Kategorien zusortiert hatten, einen eigenen Steckbrief für ein selbst gewähltes Lebewesen erstellen und diesen vorstellen. Diejenigen, die im vergangenen Jahr mit dabei waren, konnten sich sogar noch an ihr ausgewähltes Tier erinnern und in welcher Kategorie dieses ausgewählt wurde. So konnte sich auch dieses Jahr jeder Junge Naturwächter ein Lebewesen aussuchen und für dieses einen Steckbrief erstellen. Viele der Informationen konnten in ausgedruckten Steckbriefen gefunden werden und für den Rest wurden Bücher oder das Tablet genutzt. So lernen die Jungen Naturwächter nicht nur spannende Fakten über die Tiere und Pflanzen, sondern auch, wie sie digitale Medien für Naturschutzthemen richtig einsetzen.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Zum Schluss wurden die Lebewesen des Jahres den anderen vorgestellt. So konnte jeder das, was er vorher gelesen hatte, noch einmal mit eigenen Worten erklären. Auch das Hinterfragen, warum die jeweilige Art ausgewählt wurde, war hier interessant. Bevor alle in das wohlverdiente Wochenende starteten, schauten wir noch einen kurzen Film über den Aal. Dieser wurde als Fisch des Jahres ausgewählt und hat eine nicht ganz so bekannte Lebensgeschichte. Sein Leben beginnt in der Sargassosee, wo die Larven, sogenannte "Weidenblattlarven", schlüpfen. Mit der Meeresströmung treiben sie über mehrere Jahre nach Europa. Dort angekommen, entwickeln sie sich zunächst zu durchsichtigen Glasaalen und wandern in Flüsse oder Küstengewässer. Mit der Zeit verfärben sie sich und werden als Gelbaale bezeichnet. Erst nach vielen Jahren beginnt ihre letzte Entwicklungsphase zum Silberaal. In diesem Stadium stellen sie ihre Nahrungsaufnahme ein und treten ihre lange Rückwanderung zur Sargassosee an, wo sie sich vermehren und vermutlich sterben – direkte Nachweise gibt es dazu jedoch nicht. Der Europäische Aal ist stark gefährdet. Hauptursachen sind Überfischung, vor allem von Glasaalen, Flussverbauungen, Wasserkraftwerke, Umweltverschmutzung und der Klimawandel. Mit der Wahl zum Fisch des Jahres soll auf diese Bedrohungen aufmerksam gemacht werden.
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.