Ein ganz besonderes JuNa-Treffen führte die Jungen Naturwächter diesmal in den liebevoll gestalteten Naturgarten einer JuNa-Familie nach Oberlichtenau. Bereits bei der Ankunft wurden die Gäste von den gastgebenden JuNas freundlich empfangen und auf eine wichtige Regel hingewiesen: Die frisch gemähten Wege durften nicht verlassen werden, damit die wunderschön blühende Wiese und ihre zahlreichen Bewohner ungestört bleiben konnten. Bevor die Erkundung begann, stärkten sich alle zunächst bei leckerem Kuchen und Eis. Da an diesem Freitagnachmittag leider nur eine weitere JuNa-Familie den Weg nach Oberlichtenau auf sich nehmen konnte, blieb für die anwesenden JuNas umso mehr von den mitgebrachten Köstlichkeiten übrig. In gemütlicher Runde entstanden bereits erste Gespräche über den Naturgarten und die Arten, die hier schon beobachtet werden konnten.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
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Anschließend stand das Monitoring des Naturgartens auf dem Programm. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und die JuNas waren voller Tatendrang. Schon zu Beginn fiel das rege Vogelgezwitscher auf. Zahlreiche Vogelarten waren zu hören und einige ließen sich sogar beobachten.
Ausgestattet mit Schmetterlingskeschern, Becherlupen und Klemmbrettern ging es schließlich auf Insektensafari. Schnell waren die Aufgaben verteilt und es dauerte nicht lange, bis die ersten Tiere entdeckt oder vorsichtig eingefangen wurden. Hornissen, verschiedene Wildbienen und Libellen konnten beobachtet werden. In den Becherlupen landeten außerdem Wanzen, Käfer, Wollschweber und Spinnen.
Für besondere Begeisterung sorgte die Entdeckung einer Kamelhalsfliege. Ihren Namen verdankt sie ihrem auffallend langen „Hals“, der sie unverwechselbar macht. Diese urtümliche Insektengruppe existiert bereits seit vielen Millionen Jahren und ihre Larven leben räuberisch unter der Rinde von Bäumen, wo sie andere kleine Insekten jagen.
Mit jeder neuen Entdeckung füllte sich die Beobachtungsliste weiter. Die Artenvielfalt des Naturgartens beeindruckte alle Teilnehmenden und zeigte eindrucksvoll, welchen Wert naturnahe Gärten für den Erhalt der heimischen Tierwelt besitzen.
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Doch selbst die spannendste Veranstaltung geht irgendwann zu Ende. Die JuNas hätten sicherlich noch gerne weitergesucht und weitere Arten entdeckt. Dennoch genossen die wenigen Teilnehmenden den besonderen Nachmittag in Oberlichtenau in vollen Zügen. Für Ben hatte die kleine Gruppengröße sogar einen Vorteil: Die Bestimmung der gefangenen Tiere war deutlich einfacher, als wenn zehn JuNas gleichzeitig ihre Becherlupen mit spannenden Funden füllen.
Ein herzliches Dankeschön gilt unserer gastgebenden JuNa-Familie für die Einladung, die vielen interessanten Einblicke in ihren Naturgarten und die hervorragende Bewirtung. Dem Wunsch nach einer Wiederholung kommen wir vielleicht schon im kommenden Jahr nach – in der Hoffnung, dass dann noch ein paar mehr JuNas die Gelegenheit nutzen, diesen besonderen Ort kennenzulernen.
Spannende Funde im Naturgarten
Die Haus-Feldwespe baut ihre Nester aus zerkauten Holzfasern. Die offenen Waben ermöglichen einen direkten Blick auf die Eier.
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Diese auffällige Keulenwespe (Monosapyga clavicornis) gehört zu den regelmäßigen Besuchern von Insektenhotels. Als Brutparasit ist sie stets auf der Suche nach geeigneten Wildbienennestern.
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Trotz seines „gefährlichen“ Aussehens ist der Wollschweber Bombylius venosus vollkommen harmlos und ein häufiger Besucher blütenreicher Gärten.
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Die Europäische Hornisse (Vespa crabro) ist die größte heimische Faltenwespe und trotz ihrer Größe meist friedlicher als ihr Ruf.
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Überraschender Besuch im Naturgarten: Diese Plattbauchlibelle (Libellula depressa) war auf ihrem Reifungsflug unterwegs und deshalb auch fernab ihres eigentlichen Lebensraums am Gewässer anzutreffen.
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Kamelhalsfliegen sind echte „lebende Fossilien“. Ihre Vorfahren gab es schon auf der Erde, lange bevor die Dinosaurier entstanden und ihr Körperbau hat sich über Millionen von Jahren kaum verändert.
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Die Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula) gehört zu den Kleinlibellen und ist an vielen Stillgewässern eine häufige Art.
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Zwischen den Gräsern flatterte das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) umher – bis es einem aufmerksamen JuNa für einen kurzen Blick ins Netz ging.
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Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.