(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Welche Pflanzen wachsen eigentlich zwischen Pflastersteinen, an Hauswänden oder in kleinen Ritzen im Asphalt? Dieser Frage gingen die Jungen Naturwächter (JuNas) des Grundkurses bei ihrer vergangenen Veranstaltung im Rahmen der Aktion „Krautschau“ nach.
Zum Einstieg in der Naturschutzstation wurde zunächst das Projekt vorgestellt. Dabei stand vor allem die Bedeutung der oftmals unbeachteten Wildpflanzen im Mittelpunkt. Schnell fiel dabei auch der Begriff „Unkraut“. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, dass es diesen Begriff aus biologischer Sicht eigentlich nicht gibt und viele der so bezeichneten Pflanzen wichtige Funktionen in der Natur übernehmen. Sie bieten Nahrung für Insekten, fördern die Artenvielfalt und besiedeln selbst kleinste Lebensräume im urbanen Raum.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Anschließend machten sich die JuNas mit Bestimmungsbüchern, Pflanzen-Apps und viel Entdeckerfreude auf den Weg. Rund um die Naturschutzstation sowie in den angrenzenden Häuserblocks wurden zahlreiche Pflanzenarten entdeckt, bestimmt und genauer untersucht. Um den Forschergeist zusätzlich anzuspornen, lautete die Herausforderung, mindestens 20 verschiedene Pflanzenarten zu finden. Mit aufmerksamem Blick wurden Wegränder, Pflasterritzen, Mauerkanten und Grünstreifen abgesucht. Schnell zeigte sich, wie vielfältig die Pflanzenwelt selbst auf kleinsten Flächen sein kann. Neben den Namen der Pflanzen erfuhren die JuNas auch interessante Informationen über deren Eigenschaften, Nutzungsmöglichkeiten und Bedeutung für Mensch und Natur. Besonders engagiert war dabei ein Junge Naturwächter, der sein eigenes Bestimmungsbuch mitgebracht hatte und immer wieder spannende Fakten zu den entdeckten Arten vorlas. Alle Funde wurden sorgfältig auf einer Artenliste festgehalten. Bei jeder neuen Bestimmung wurde überprüft, ob die Pflanze bereits erfasst worden war oder ob es sich um eine neue Art handelte. So entwickelte sich schnell ein kleiner Wettbewerb mit großer Motivation. Am Ende konnte das selbst gesteckte Ziel sogar übertroffen werden: Insgesamt wurden 21 verschiedene Pflanzenarten entdeckt und bestimmt.
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Ein besonderer Bestandteil der Krautschau ist es, die oft übersehenen Wildpflanzen im Stadtbild sichtbar zu machen. Deshalb wurden ausgewählte Arten direkt vor Ort mit ihrem Namen auf den Gehweg geschrieben. So konnten Spaziergängerinnen und Spaziergänger ganz nebenbei entdecken, welche Pflanzen sich zwischen Pflastersteinen, an Mauerrändern oder in kleinen Asphaltfugen behaupten.
Ein besonderer Bestandteil der Krautschau ist es, die oft übersehenen Wildpflanzen im Stadtbild sichtbar zu machen. Deshalb wurden ausgewählte Arten direkt vor Ort mit ihrem Namen auf den Gehweg geschrieben. So konnten Spaziergängerinnen und Spaziergänger ganz nebenbei entdecken, welche Pflanzen sich zwischen Pflastersteinen, an Mauerrändern oder in kleinen Asphaltfugen behaupten.
Beim Beschriften der Pflanzen mit Kreide wurde ganz nebenbei auch das Schreiben und die Rechtschreibung geübt. Nicht jeder Pflanzenname landete dabei auf Anhieb fehlerfrei auf dem Gehweg – schließlich sind manche Wildkräuter echte Zungenbrecher. Die Schreibweise der Artennamen wurde anschließend noch einmal gemeinsam besprochen, sodass neben der Pflanzenkenntnis auch die Schreibfähigkeiten gefördert wurden.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die ungewöhnlichen Beschriftungen sorgten schnell für Aufmerksamkeit. Mehrere Anwohnerinnen und Anwohner wurden neugierig und fragten nach, was die JuNas dort eigentlich suchten. Dabei entstanden interessante Gespräche über die Pflanzenvielfalt im direkten Wohnumfeld und die wichtige Rolle dieser oft unbeachteten Wildpflanzen. So wurde die Krautschau nicht nur zu einer spannenden Entdeckungstour für die JuNas, sondern auch zu einer Gelegenheit, andere Menschen für die Natur direkt vor ihrer Haustür zu sensibilisieren. Die Krautschau zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Natur selbst mitten in der Stadt sein kann. Zwischen Pflastersteinen und am Wegesrand wachsen zahlreiche Wildpflanzen, die oft übersehen werden, aber einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Nach der Entdeckungstour blieb noch Zeit für Spiel und Spaß auf dem nahegelegenen Spielplatz, bevor die Veranstaltung in der Naturschutzstation ihren Abschluss fand. Dort wurden die Funde des Tages noch einmal vorgestellt. Eine Junge Naturwächterin trug alle entdeckten Pflanzenarten vor, sodass die neu gelernten Namen gefestigt werden konnten und auch die Eltern einen Einblick in die Vielfalt der gefundenen Begleitkräuter erhielten.
Die Krautschau machte deutlich: Was häufig als „Unkraut“ bezeichnet wird, ist oft ein wertvoller Bestandteil unserer heimischen Natur.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.