BUND Regionalgruppe Chemnitz
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1. Teil: Was ist eigentlich Halloween?

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Aufgrund des Feiertags am Freitag waren in dieser Woche alle Jungen Naturwächter bereits am Mittwoch in die Naturschutzstation eingeladen. Damit sich beide Kurse einmal kennenlernen konnten, stellten sich zunächst alle mit ihrem Namen vor.

Als erster Programmpunkt stand das allseits bekannte Halloweenfest auf dem Plan. Linda wollte von allen wissen, was sie über dieses Fest bereits wussten, und erklärte anschließend, woher dieser Brauch eigentlich stammt und welche Bedeutung er hat. Dabei erfuhren die Kinder, dass Halloween ursprünglich aus Irland kommt und auf das alte keltische Fest Samhain zurückgeht. Die Kelten glaubten, dass in der Nacht zum 1. November die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten besonders dünn sei. Um sich vor umherirrenden Geistern zu schützen, zündeten sie große Feuer an und trugen Masken, um die bösen Geister zu vertreiben. Mit den irischen Auswanderern gelangte dieser Brauch später nach Amerika, wo sich daraus das heutige Halloweenfest entwickelte – mit Kostümen, Süßigkeiten und geschnitzten Kürbissen. Besonders spannend fanden alle die Geschichte von Jack O’Lantern, einem listigen Mann, der den Teufel überlistet haben soll und seitdem mit einer leuchtenden Rübenlaterne durch die Dunkelheit wandert. Aus dieser Legende entstand schließlich die Tradition des Kürbisschnitzens, die heute aus keinem Halloween mehr wegzudenken ist. Für alle war es interessant zu erfahren, dass Halloween viel mehr ist als nur von Haus zu Haus zu ziehen und Süßigkeiten zu sammeln. Hinter dem bunten Treiben steckt ein alter Brauch, in dem sich Geschichte, Religion und Volksglaube miteinander verbinden.

2. Teil: Tiere und ihre Überlebensstrategien im Winter

Als zweiter Programmpunkt drehte sich alles um die Frage, wie Tiere den Winter unbeschadet überstehen. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Überlebensstrategien – und die JuNas wussten darüber natürlich schon einiges. Schließlich weiß jeder, dass Eichhörnchen keinen Winterschlaf halten und daher auch im Winter Nahrung brauchen. Sie legen im Herbst Vorräte an, indem sie Nüsse, Eicheln oder andere Früchte verstecken, um sie später bei Bedarf wiederzufinden und zu fressen. Um die verschiedenen Strategien und ihre Besonderheiten besser kennenzulernen, hatte Ben extra ein schlaues Buch mitgebracht: „Geniale Natur! – Die Supertricks unserer Tiere und Pflanzen“. Daraus lasen einige JuNas spannende Abschnitte vor. So erfuhren alle, dass Hamster dafür bekannt sind, sich unterirdische Baue im frostfreien Boden anzulegen, in denen sie Vorräte für den Winter horten. Andere Tiere wie Siebenschläfer, Braunbären oder Dachse fressen sich im Herbst eine dicke Fettschicht an, um die kalte Jahreszeit mit wenig oder ganz ohne Nahrung zu überstehen. Besonders interessant war die Entdeckung, dass Dachse in ihrem Bau sogar eine Art „Bioheizung“ haben: Sie lassen Laub in einer der Kammern verrotten, wodurch – ähnlich wie im Kompost – Wärme entsteht. Amphibien und Reptilien suchen sich hingegen geschützte Verstecke und verfallen als wechselwarme Tiere in eine Kältestarre, bei der ihr Stoffwechsel stark heruntergefahren wird. Der Siebenschläfer hält dagegen einen sehr tiefen Winterschlaf: Herzschlag und Atmung werden stark verlangsamt, und er zehrt über viele Monate von seinem Winterspeck – dabei verliert er bis zu zwei Drittel seines Körpergewichts. Auch bei den Insekten gibt es erstaunliche Unterschiede. Manche Arten überwintern nur als Ei oder Puppe an geschützten Stellen, andere als Larven oder ausgewachsene Tiere in Höhlen, Kellern, Gebäuden oder Schuppen. Besonders gut angepasst ist der Zitronenfalter: In seinem Körper befindet sich eine Art Frostschutzmittel, das es ihm erlaubt, sich tatsächlich einfrieren und später wieder auftauen zu lassen – ganz ohne Schaden zu nehmen. Zum Abschluss schauten sich die JuNas noch einen kurzen Film an, um den Unterschied zwischen Winterschlaf und Winterruhe anschaulich zu wiederholen.

 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (L. Heinrich / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Im dritten Teil der Veranstaltung kam schließlich der Programmpunkt, auf den sich die JuNas am meisten gefreut hatten. Passend zum Thema Halloween hatten Linda und unsere ehrenamtliche Helferin Gabi kreative Bastelideen vorbereitet, die die anwesenden Gruselfreunde nun selbstständig umsetzen durften. Natürlich durften dabei Fledermäuse nicht fehlen – schließlich gehören Tiere der Nacht und heimlich lebende Arten einfach zu Halloween dazu, auch wenn sie in Wirklichkeit völlig harmlos sind. So konnten die JuNas ihre eigenen Fledermausmasken gestalten und individuell für ihre Süßigkeitentour verzieren. Besonders beliebt war auch die Fledermausangel, die viele mit Begeisterung bastelten und ausprobierten. Andere JuNas ließen ihrer Fantasie freien Lauf und bastelten nach Lust und Laune, während Linda gemeinsam mit einer kleinen Gruppe ein großes Spinnennetz aus Zweigen gestaltete. Natürlich durfte darin auch eine passende Spinne nicht fehlen – und so wurde eifrig geschnitten, geklebt und gewickelt, bis das Kunstwerk fertig war. Am Ende hatten alle viel Spaß, konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sogar das eine oder andere gruselige Accessoire für die eigene Halloweenparty mit nach Hause nehmen.

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Kleine Gruselshow in der Naturschutzstation

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter an der kommunalen Naturschutzstation Chemnitz (Adelsbergstraße 192) finden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Umweltamt der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.