(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Am 08.07.2026 unternahmen die Jungen Naturwächter Chemnitz einen spannenden Ferientagsausflug nach Dresden. Gemeinsam mit Ben & Linda machte sich eine kleine Gruppe Chemnitzer JuNas mit dem Zug auf den Weg in die Landeshauptstadt, um die Sonderausstellung „iNUVERSUMM – Raum und Zeit für Insekten“ im Japanischen Palais zu besuchen. Schon die gemeinsame Zugfahrt sorgte für Vorfreude auf einen Tag voller Entdeckungen und neuer Eindrücke.
Das sommerliche Wetter und die entspannte Ferienstimmung begleiteten uns von Beginn an. Allen war die Freude über die Ferien und die Neugier auf die Ausstellung deutlich anzumerken. Die Zeit im Zug wurde genutzt, um sich über vergangene JuNa-Veranstaltungen, eigene Naturbeobachtungen und verschiedene Themen rund um Insekten und Naturschutz auszutauschen.
Nach der Ankunft in Dresden machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Japanischen Palais. Dabei sorgte der Dresdner Nahverkehr zunächst noch für ein kleines Abenteuer, sodass wir mit etwas Verspätung, aber ohne größere Probleme unser Ziel erreichten. Bereits das historische Gebäude, seine Lage an der Elbe und die ersten Exponate im Eingangsbereich sorgten für einen eindrucksvollen Auftakt unseres Ausfluges und steigerten die Spannung auf die bevorstehenden Erkundungen.
Faszinierende Insektenwelt der iNUVERSUMM-Ausstellung
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Im Mittelpunkt des Ausflugs stand die beeindruckende Sonderausstellung „iNUVERSUMM – Raum und Zeit für Insekten“, die die enorme Vielfalt und Bedeutung der Insekten auf anschauliche Weise vermittelte. Die JuNas konnten zahlreiche Arten aus nächster Nähe betrachten – sowohl als originale Sammlungspräparate als auch in Form riesiger, detailreicher Modelle. Dabei lernten sie viel über die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Insekten und erhielten spannende Einblicke in die Forschung rund um diese artenreichste Tiergruppe der Erde. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung war die Frage, wie jeder Einzelne zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen kann. Die JuNas erfuhren, welche Maßnahmen bereits im eigenen Garten oder direkt vor der Haustür einen wichtigen Beitrag zum Insektenschutz leisten können. Besonders eindrucksvoll waren die großen Insektenmodelle und die künstlerischen Installationen, die die sonst oft übersehenen Tiere in völlig neuen Dimensionen erlebbar machten und viele Besucher in ihren Bann zogen. Gleichzeitig sorgten die zahlreichen Mitmach- und interaktiven Informationsstationen dafür, dass die Ausstellung nicht nur betrachtet, sondern aktiv entdeckt und erforscht werden konnte. Dadurch wurde eindrucksvoll deutlich, wie vielfältig, faszinierend und zugleich schützenswert die Welt der Insekten ist.
Erleben und Verstehen in der iNUVERSUMM-Ausstellung
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Warum Insektenschutz so wichtig ist
Besonders dieses Foto der von den Krefelder Entomologen erfassten Insektenbiomasse aus den Jahren 1993 und 2014 verdeutlichte den dramatischen Insektenrückgang der vergangenen Jahrzehnte und regte auch die Jungen Naturwächter zum Nachdenken über die Ursachen und den Schutz der Artenvielfalt an.
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Ein besonders wichtiger Teil der Ausstellung beschäftigte sich mit dem Rückgang vieler Insektenarten und den Ursachen dafür. Ein Foto beeindruckte die JuNas dabei besonders: Es zeigte die von den Krefelder Entomologen erfasste Insektenbiomasse aus den Jahren 1993 und 2014. Der drastische Unterschied zwischen den beiden Proben machte den Rückgang der Insekten auf eindrucksvolle Weise sichtbar und regte die Gruppe zum Nachdenken an.
Gemeinsam sprachen wir darüber, welche Rolle Insekten in unseren Ökosystemen spielen und warum ihr Schutz für Pflanzen, Tiere und letztlich auch für uns Menschen von so großer Bedeutung ist. Insekten bestäuben Pflanzen, zersetzen organisches Material und bilden die Nahrungsgrundlage für zahlreiche andere Tiergruppen. Viele ihrer ökologischen Funktionen sind bis heute noch nicht vollständig erforscht. Umso deutlicher wurde, dass der Erhalt der Artenvielfalt keine Randerscheinung des Naturschutzes ist, sondern eine zentrale Voraussetzung für funktionierende Ökosysteme und unseren eigenen Lebensraum.
Die Ausstellung machte außerdem deutlich, dass Naturschutz bereits im Alltag beginnen kann. Viele kleine Maßnahmen – von insektenfreundlichen Gärten über den Verzicht auf Pestizide bis zum Erhalt naturnaher Lebensräume – können einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten.
Besonders spannend war für die JuNas auch der Bezug zu Chemnitz. Die BUND Regionalgruppe Chemnitz war als Regionalpartner Teil des vom Freistaat Sachsen geförderten Projekts iNUVERSUMM. Im Rahmen des Projekts wurden über drei Jahre hinweg verschiedene Untersuchungsflächen in ganz Sachsen wissenschaftlich erfasst und unter anderem Blühpflanzen, Tagfalter und Heuschrecken dokumentiert. In Chemnitz gehörten dazu die Schmetterlingswiesen in Hilbersdorf und im Nordpark sowie die Naturschutzstation der Stadt Chemnitz. Die Ergebnisse zeigten eindrucksvoll, dass selbst kleine, extensiv bewirtschaftete Flächen eine erstaunlich hohe Artenvielfalt beherbergen und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Insektenwelt leisten können.
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Ausflug in den Botanischen Garten Dresden
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Nach dem Ausstellungsbesuch führte uns der Ausflug in den Botanischen Garten Dresden. Dort konnten die JuNas die zuvor gewonnenen Eindrücke direkt mit der Natur verbinden und verschiedene Insekten in ihrem Lebensraum beobachten. Zwischen Blühpflanzen, Kräutern und naturnahen Gartenbereichen gab es viel zu entdecken. Bei herrlichem Sommerwetter konnten die JuNas selbstständig auf Beobachtungstour gehen, Pflanzen und Tiere erkunden oder die besondere Atmosphäre des Gartens in einer ruhigen Ecke genießen.
Schon nach kurzer Zeit wurden zahlreiche Schmetterlinge, Libellen und Wildbienen entdeckt. Besonders schön war die Beobachtung mehrerer Frösche sowie eines Graureihers, der erstaunlich wenig Scheu vor den Menschen zeigte und aus nächster Nähe bei der Nahrungssuche beobachtet werden konnte.
Ben machte die Gruppe außerdem auf einige besonders spannende Insektenarten mit ungewöhnlichen Namen aufmerksam. Dazu gehörten der Bienenwolf (Philanthus triangulum), die Borstige Dolchwespe (Scolia hirta), die Heuschreckensandwespe (Sphex funerarius) und die Orientalische Mauerwespe (Sceliphron curvatum). Besonders interessant war der Stahlblaue Grillenjäger (Isodontia mexicana), eine ursprünglich aus Nordamerika stammende Art, die sich in den vergangenen Jahren auch in Sachsen ausgebreitet hat und im Botanischen Garten zahlreich vertreten war.
Ein kleines Highlight wartete schließlich noch am Teich: Auf einem Seerosenblatt entdeckten die JuNas ein zunächst unbekanntes Insekt. Dank Bens Artenkenntnis konnte der Fund als Larve einer Waffenfliege bestimmt werden – ein Tier, das die meisten von uns zuvor noch nie gesehen hatten. Wieder einmal zeigte sich, wie viele faszinierende Arten selbst auf kleinstem Raum entdeckt werden können.
Ein besonderes Naturerlebnis für die Jungen Naturwächter: Ein Graureiher ließ sich im Botanischen Garten Dresden bei der Nahrungssuche aus nächster Nähe beobachten.
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Links eine Borstige Dolchwespe (Scolia hirta) und rechts ein Stahlblauer Grillenjäger (Isodontia mexicana) beim Blütenbesuch im Botanischen Garten Dresden.
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Die Larve einer Waffenfliege entdeckten die Jungen Naturwächter in einem Teich des Botanischen Gartens Dresden.
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Ferienexkursion der Jungen Naturwächter Chemnitz: Ein Tag, der in Erinnerung bleibt
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Die Zeit verging wieder wie im Flug und schon hieß es, die Rückreise nach Chemnitz anzutreten. Der Ausflug bot eine gelungene Mischung aus Wissenschaft, Naturerlebnis und gemeinsamer Zeit in der Gruppe. Viele JuNas nahmen nicht nur spannende neue Erkenntnisse über die faszinierende Welt der Insekten mit nach Hause, sondern auch ein geschärftes Bewusstsein dafür, wie eng unser eigenes Leben mit der Artenvielfalt und dem Schutz der Natur verbunden ist.
Die iNUVERSUMM-Ausstellung hatte allen Teilnehmenden ausgesprochen gut gefallen und regte die JuNas sichtbar zum Nachdenken an. Besonders die Verbindung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, beeindruckenden Exponaten, interaktiven Stationen und künstlerischen Elementen machte die Ausstellung zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Viele waren überrascht, wie spannend und vielseitig das Thema Insekten präsentiert werden kann. Gerade diese gelungene Kombination aus Staunen, Entdecken und Verstehen machte den Besuch zu einem der besonderen Höhepunkte der Ferien.
Mit etwas Verspätung erreichten wir schließlich wieder Chemnitz. Zufrieden, voller neuer Eindrücke und mit vielen Gesprächsthemen im Gepäck verabschiedeten sich die JuNas in die Ferien- und Urlaubszeit – mit der Vorfreude auf viele weitere gemeinsame Naturabenteuer nach den Sommerferien.
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.