(F. Fanghänel
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Passend zur Jahreszeit beschäftigten sich die Jungen Naturwächter der AG Chemnitzer NATUREntdecker in dieser Veranstaltung mit der Natur im Herbst. Welche Strategien haben Tiere und Pflanzen, um sich auf die kalte Winterzeit vorzubereiten und welche Tiere kann man bei uns im Winter beobachten?
Wir begannen zunächst im Hof der städtischen Naturschutzstation und klärten, was typisch für den Herbst ist. Dazu schauten wir uns mal die Bäume der Umgebung an. Hier konnten wir nicht nur bunte Blätter an Bäumen und Büschen sehen, sondern auch den einzigen heimischen Nadelbaum finden, welcher seine Nadeln ähnlich wie Laubbäume ihre Blätter im Herbst verfärbt und abwirft. Natürlich wussten die JuNas auch, dass es im Herbst kälter wird, was man auch an den dicken Jacken merkte, die jeder anhatte. Aber auch das Verhältnis von Tages- und Nachtlänge verändert sich. Es wird später hell und früher dunkel. Auch wir merkten kurz vor 16 Uhr schon, dass es ziemlich dunkel wurde und es nun Zeit war, in die Naturschutzstation zu wechseln.
(M. Fanghänel
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Im Spätsommer und Herbst sind zahlreiche Früchte reif, und die Tiere nutzen dieses üppige Nahrungsangebot sehr gerne, um sich für die kalte Jahreszeit Fettreserven oder Nahrungsdepots anzulegen. So findet man in der Natur immer wieder Fraßspuren an Nüssen und Zapfen. Einige Fraßspuren hatten wir mitgebracht und die JuNas sollten diese den Verursachern zuordnen. Dass Eichhörnchen gerne mal Samen aus den Zapfen von Nadelbäumen fressen, war dabei bekannt. Jedoch muss man sich die Fraßspuren genau anschauen, um festzustellen, ob es nicht doch eher eine Waldmaus war, die da geknabbert hat. Haselnüsse sind auch sehr begehrt bei verschiedenen Tieren. Doch wer hat an den Nüssen geknabbert? Der Buntspecht, das Eichhörnchen, die Haselmaus oder doch der Haselnussbohrer? Gemeinsam errieten die JuNas die richtigen Verursacher. Sie lernten dabei auch, wieso der Haselnussbohrer (Curculio nucum), eine Rüsselkäferart, nur ein kleines Loch in der Nuss hinterlässt und wie Spechte oder Kleiber Nüsse und Samen mithilfe einer sogenannten Spechtschmiede knacken können, ganz ohne Hände zum Festhalten. Danach wurde das Thema Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre besprochen und gemeinsam geklärt, welches Tier welche Strategie verfolgt. Typische Beispiele wie Eichhörnchen, Dachs, Igel, Braunbär wurden besprochen, wie auch die Bilche, welche wegen ihres langen Winterschlafs auch als Schlafmäuse bezeichnet werden. Dabei lernten die JuNas auch die drei heimischen Arten - Siebenschläfer (Glis glis), Gartenschläfer (Eliomys quercinus), Haselmaus (Muscardinus avellanarius) - kennen und wissen nun, wie sie aussehen. Zudem wurde kurz angesprochen, wie es mit der Insektenwelt im Herbst aussieht. Denn einige Schmetterlinge wie die Frostspanner kommen erst zum Vorschein, wenn es die ersten Frostnächte gab. Sie sitzen tagsüber häufig an Hauswänden oder Unterführungen und warten auf die nächste kühle Nacht um auf Brautschau zu gehen. Der Eichelhäher macht zwar keinen Winterschlaf und auch keine Winterruhe, aber dennoch ist seine Methode Nahrungsdepots anzulegen erwähnenswert. Da nur ein Teil der verstecketen Eicheln oder Nüsse tatsächlich gefressen werden, entstehen so die Wälder von morgen.
Wer hat denn da an der Nuss geknabbert?
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Jungen Naturwächter klärten auch, wie sich Tiere auf den Winterschlaf und die Winterruhe vorbereiten.
(M. Fanghänel
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Junge Naturwächterinnen im Fachgespräch.
(M. Fanghänel
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(B. Franke
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Welche Strategien Vögel im Winter anwenden, hatten viele zwar schon mehrfach gehört, aber es schadet ja nicht, es nochmal zu festigen und die neuen JuNas lernen so auch vom Wissen der Älteren. Viele wussten natürlich, dass es Vogelarten gibt, welche den Winter lieber im wärmeren Süden oder sogar in Afrika verbringen und dabei sogar enorme Strecken zurücklegen. Aber es bleiben einige Arten auch einfach da oder es kommen aus anderen Regionen Arten zu uns nach Mitteleuropa, um den Winter hier zu verbringen. Zudem kann es auch innerhalb einer Art vorkommen, dass ein Teil wegzieht und der andere Teil einfach da bleibt. Gleichzeitig nutzten wir die Gelegenheit, anhand der Vogelpräparate die Artenkenntnisse zu vermitteln. Einige Arten waren schon bekannt, andere noch nicht oder waren wieder in Vergessenheit geraten. Das erlernte Wissen wurde anschließend noch bei zwei kurzen Filmen zum Thema Naturgarten im Herbst gefestigt. Hier konnten die JuNas auch nochmal die beiden kleinsten Vögel Deutschlands und zahlreiche andere Arten kennenlernen. Zudem lernten Sie, wie bedeutsam naturnahe Gärten auch für die Tiere im Herbst sind.
Wer sich auch für das Thema unserer letzten Veranstaltung interessiert, findet Informationen zu diesem Thema im aktuellen BUND Magazin: Tiere im Winter - über Strategien und Gefahren.
Viel Spaß beim Lesen.
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter AG Chemnitzer NATUREntdecker finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.