BUND Regionalgruppe Chemnitz
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28.03.2024 Osterbasteln und Ostereierfärben in der Naturschutzstation

Die Jungen Naturwächter der AG Chemnitzer NATUREntdecker beim fröhlichen Osterbasteln in der Naturschutzstation.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Osterzeit ist Bastelzeit. Auch die Jungen Naturwächter der AG Chemnitzer NATUREntdecker basteln natürlich gerne und lassen dabei ihrer Kreativität freien Lauf. Da unsere Veranstaltungen ja eigentlich immer freitags stattfinden und der Karfreitag nun mal ein Feiertag ist, verlegten wir diese ausnahmsweise mal eben auf den Donnerstag. Das Angebot nahmen zum Glück auch zahlreiche JuNas der AG und zu unserer Freude auch ein paar zusätzliche Gäste dankend an. Die benötigten Materialien lagen bereit, sodass alle Teilnehmer gleich anfangen konnten. Jeder konnte selbst entscheiden, was er wie gestalten wollte. Ein paar Oster-Bastelbeispiele gab es auch, was den ein oder anderen zum Nachbasteln animierte. Sehr zu unserer Freude nahmen auch die Eltern der JuNas die Möglichkeit wahr, gemeinsam mit ihren Kindern zu basteln oder auch um einfach mal den Kopf freizubekommen. Man merkte allen regelrecht die Freude auf eine entspannte Veranstaltung in der Naturschutzstation und natürlich auch die Vorfreude auf das anstehende Osterfest samt Ferien an.

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Ohne große Aufforderung begannen alle sich einen Platz zu suchen, die Schürzen anzulegen und loszulegen. Hoch konzentriert und auch mit großer Sorgfalt wurden nun bunte Ostersachen gemalt und gebastelt. Es ist schön zu sehen, welch Kreativität die JuNas dabei mitbringen. Gut, dass wir genügend Materialien für so viel Kreativität zur Verfügung haben. Dabei kamen neben Recyclingmaterialien auch verschiedene andere Bastelmaterialien zum Einsatz. Jeder bastelte etwas anderes und so entstanden wahre Unikate. Vor allem bei einem unserer jüngsten Naturwächter sprudelten an diesem Tag die kreativen Ideen. Darüber freute sich vor allem sein Opa, welcher ihn gerne zu den Veranstaltungen der Jungen Naturwächter begleitet und uns natürlich auch mit seinen Naturerkenntnissen unterstützt. Aber auch andere Eltern und Freiwillige unterstützen uns bei den zahlreichen Veranstaltungen auf vielfältigste Weise und haben an dieser Stelle einen großen Dank verdient. 

 (Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Auch bei den Eltern entstanden interessante Bastelideen, sogar aus den kaputten Eierschalen.  (Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Wer keine Lust mehr auf basteln hatte, konnte sich natürlich auch gerne seinen Lieblingstieren widmen.  (Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Was Linda da wohl wieder in der Küche braut?  (Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

DIY - Ökologisches Ostereierfärben

 (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

Während einige schon das Basteln beendet hatten oder andere ihre Kunstwerke trocknen lassen mussten, lüftete Linda das Geheimnis aus der Küche. Sie wollte nämlich mal mit den Kids und Eltern ausprobieren, wie man ökologisch Ostereier färben kann. Diese nachhaltige Variante hatte sie zuvor in einem Fernsehbeitrag gesehen und dachte sich, dass dies genau das Richtige für unsere JuNas ist. Als sie die ersten Exemplare präsentierte, waren alle natürlich begeistert und wollten es gleich mal mit ausprobieren. In der Küche erklärte Linda, welche Pflanzen zum Ostereierfärben geeignet sind und wie man die schönen Blättermuster auf die Schale bekommt. Gar nicht so schwer, mussten alle feststellen und los ging es. Aus Zeit und logistischen Gründen haben wir an diesem Tag nur mit Zwiebelschalen gefärbt und Ben hatte zuvor schon ein paar geeignete Blätter gesammelt. Neben Bio-Eier und Kochutensilien braucht man noch alte, gewaschene Feinsöckchen zum Fixieren der Blüten. Nun braucht man nur noch die Eier wie gewohnt zu kochen und schon hat man sehenswerte Ostereier. Durch den Zwiebelsud waren unsere Ostereier braun geworden, aber durch die Blättermuster sahen sie dennoch echt toll aus. Damit die Blätter sich schön anschmiegen, wurden sie zuvor in warmen Wasser eingeweicht. Welche Blätter dabei gut geeignet sind, kann man vorher mit ein paar Testeiern ausprobieren. Bei uns haben die Blätter der Winterlinge einen tollen Effekt auf die Schale gezaubert. Nachdem alle noch beim Aufräumen geholfen hatten, konnten nun alle glücklich und zufrieden in die Ferien starten und ihre Kunstwerke bei den Lieben zuhause präsentieren.

 (Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Eier mit den Blättern vorsichtig in die Feinsöckchen tun und zubinden, sodass die Blätter nicht mehr verrutschen.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Nun nur noch die Eier wie gewohnt kochen bis sie gar sind.  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
 (Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Das Ergebnis kann sich doch sehen lassen, oder?  (B. Franke / Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)

War da der Osterhase im Garten?

Als wir nach der Veranstaltung die Bioreste vom Ostereierfärben auf den Kompost bringen wollten, staunten wir nicht schlecht. Lagen doch dort drei Eier. Wir fragten uns natürlich, warum sie dort liegen. Ein Vogel war zumindest nicht aufgeflogen oder in der Umgebung festzustellen. Vielleicht war hier ja schon der Osterhase da gewesen oder hatte hier etwa jemand alte Eier entsorgt? Also nahmen wir vorsichtig eines der Eier mal heraus und schauten es uns mal genauer an. Wie klassische Hühnereier sah es aber nicht aus, obwohl es da ja enorm viele Rassen mit unterschiedlichen Eierfärbungen und Größen gibt. Zudem war es auch kalt, was ja eigentlich ungewöhnlich für bebrütete Eier ist. Da aber eine Neststruktur erkennbar war, legten wir das Ei wieder vorsichtig zurück, falls doch noch der Altvogel zum Gelege zurückkehren wird, um die Eier auszubrüten. Vielleicht war die Mutter ja nur kurz auf Nahrungssuche oder beobachtete sogar von irgendwo unser Treiben. Gemeinsam überlegten wir, welche Vogelart wohl in einem Kompost brüten könnte und so große Eier legt. Daher vermuteten wir, dass es sich wohl nur um eine Stockente handeln konnte. Am Abend fragte Ben noch bei unserem Ornithologen Kai nach und dieser teilte unsere Vermutung. Denn es sei typisch für Stockenten, dass sie erst richtig mit dem Brüten beginnen, nachdem alle Eier gelegt wurden. Linda hatte sich vorgenommen, am nächsten Tag mal vorsichtig nachzuschauen und tatsächlich saß nun ein Stockentenweibchen auf dem Nest. Daher hat Linda auch gleich ein paar Warnschilder aufgehängt, damit niemand versehentlich die Stockente beim Brüten stört. Vielleicht haben wir ja auch das Glück, gemeinsam mit den JuNas die Entenfamilie auf ihrem Weg zum nächsten Gewässer beobachten zu können.

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter AG Chemnitzer NATUREntdecker finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.