Wie werden aus Pflanzen Farben gemacht?
Aufgrund der unterschiedlichen Pflanzen strahlen einige Farben mehr als andere. Doch alle Bilder wurden zu wahren Kunstwerken!
(L. Heinrich
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Wie kann man Kreatives und Naturthemen miteinander verbinden? Ganz einfach - Malfarben aus Pflanzen herstellen! Die teilnehmenden Ferienkinder fanden sich zunächst in der Chemnitzer Naturschutzstation im "Grünen Klassenzimmer" ein. Da die Veranstaltungszeit begrenzt war, hatte Linda die Farben bereits am Vortag hergestellt. So konnten die Kinder direkt loslegen, ohne große Vorbereitung. Zuerst wurde besprochen, wie die Farben hergestellt wurden und welche Pflanzen sich dafür besonders gut oder eher weniger gut eignen. Anhand des Geruchs einiger Farben konnten die Kinder erraten, welche Pflanze verwendet wurde. Dabei reichten die Reaktionen von "hmmm, lecker!" bis zu "oh, das esse ich überhaupt nicht gern!". Nachdem die Herstellung der Farben geklärt war, konnte es mit dem kreativen Teil losgehen. Da einige der Farben auch zum Färben von Stoffen verwendet werden können, hat jedes Ferienkind zum Schutz der eigenen Kleidung eine Schürze bekommen. Jeder bekam eine Mischpalette mit allen Farben und Aquarellpapier. Dieses eignet sich besonders gut für wasserbasierte Farben, da es nicht so schnell durchweicht und die Farben gut aufnimmt. Nach kurzer Zeit entstanden so tolle Kunstwerke – einige abstrakter, andere realistischer.
Papier schöpfen
Mit ein paar geschickten Handgriffen entsteht aus leeren Eierkartons neues Papier.
(N. Vogel
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Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Für den zweiten Teil der Veranstaltung ging es wieder nach drinnen, da es mittlerweile angefangen hatte zu regnen. So konnte die Zeit sinnvoll genutzt werden, um recyceltes Papier aus Eierkartons herzustellen. Alles, was man dafür braucht, sind die Kartons, warmes Wasser, ein Mixer, eine große flache Schale und natürlich ein Schöpfrahmen. Zunächst bekam jedes Ferienkind einen leeren Eierkarton. Die Kartons wurden in kleine Stücke gerissen und in eine große Schüssel mit warmem Wasser gegeben. Dabei wurde immer wieder umgerührt, damit alle Stücke gut aufweichen konnten. Als die Kartons gut eingeweicht waren, kam der Stabmixer zum Einsatz. Diese Aufgabe übernahm Linda, da das Gerät schon recht alt und schwer war. Nachdem alles gut vermischt war, ging es wieder nach draußen, denn der Regen hatte nachgelassen. Nun konnte das eigentliche Schöpfen beginnen. Das Gemisch wurde in die flache Schale mit Wasser gekippt und gründlich durchmischt. Größere Stücke, die der Mixer nicht ausreichend zerkleinert hatte, konnten aussortiert werden, während kleinere Stücke für ein besonderes Aussehen im späteren Papier verbleiben durften. Nun war Geschicklichkeit gefragt. Nach einer kurzen Erklärung, wie geschöpft wird, konnte sich jedes Ferienkind einmal ausprobieren. Nachdem der Rahmen vorsichtig aus dem Wasser gezogen wurde, wurde das Gemisch auf ein Geschirrtuch umgekippt und vorsichtig trocken getupft. Für das Trocknen der einzelnen Seiten wäre sonnigeres Wetter an diesem Tag von Vorteil gewesen, daduch wurde etwas mit dem Föhn nachgeholfen. Schließlich wollte ja auch jedes Kind zum Schluss sein Werk mit nach Hause nehmen.
Allen Teilnehmenden hat die Veranstaltung viel Freude bereitet. Selbst die Kleinsten konnten mitmachen und hatten ihren Spaß. Die Ferienkinder haben nicht nur kreative Techniken gelernt, sondern auch wertvolle Erfahrungen im Umgang mit natürlichen Materialien gesammelt. Es war ein rundum gelungener Tag, an dem alle stolz ihre selbstgemachten Kunstwerke und Papiere präsentieren konnten. Die Verbindung von Kreativität und Naturwissen hat bei den Kindern bleibende Eindrücke hinterlassen und gezeigt, wie viel Spaß nachhaltige Aktivitäten machen können.