Frühlingserwachen in der Naturschutzstation der Stadt Chemnitz
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Zunächst richteten wir unseren Blick auf die Frühblüher rund um die Station. Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge und sogar schon die ersten Märzenbecher zeigten sich in voller Pracht. Auch die ersten Honigbienen waren bereits unterwegs. Aus den Bäumen erklangen die fröhlichen Gesänge der Stare, die den Frühling scheinbar lautstark begrüßten.
Für zusätzliche Unterhaltung sorgten zwei Rabenkrähen, die kurz zuvor ein ausgiebiges Bad im Bach genommen hatten. Nun putzten sie sich ausgiebig auf einem Baum ihr Gefieder und ließen die Sonne zum Trocknen darauf wirken – ein lustiges Schauspiel für die JuNas.
Am Teich konnten die JuNas außerdem eindrucksvoll beobachten, wie die Rohrkolben ihre Samen verteilten. Dabei hatten alle viel Spaß beim Zuschauen und Entdecken.
Im Wasserbasin der alten Wasserpumpe entdeckten die JuNas außerdem eine Spornzikade, die scheinbar mühelos über die Wasseroberfläche lief. Besonders beeindruckt waren alle von der enormen Sprungkraft dieser kleinen Insekten.
Blühende Krokusse als Farbtupfer in der Naturschutzstation.
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Auch die Winterlinge leuchteten in diesem Jahr wieder fröhlich im Sonnenschein.
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Märzenbecher zeigten sich bereits in voller Blüte und kündigten den Frühling an.
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Überraschung unter Steinen und Laub
Aufmerksame JuNas entdeckten gleich zwei junge Bergmolche (Ichthyosaura alpestris) in ihrem Winterquartier – gut geschützt unter einem Stein verborgen.
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Im Garten ging die Suche weiter. Unter Steinen und Laub fanden wir zahlreiche Siebenpunkt-Marienkäfer, Spinnen, Schnecken und Würmer. Doch unter einem Stein wartete passend zum Thema eine besondere Überraschung: Zwei junge Bergmolche aus dem letzten Jahr hatten sich dort versteckt um den Winter zu verbringen. Mit gerade einmal etwa 2,5 cm Größe waren sie zwar noch klein, aber schon erstaunlich flink unterwegs. Am ungefleckten orangefarbenen Bauch konnten sie eindeutig als Bergmolche bestimmt werden. Natürlich wuchs nun die Neugier, was sich noch alles unter Steinen und Totholz verbergen könnte. So kamen auch Asseln, weitere Schnecken und sogar eine große Laufkäferlarve zum Vorschein.
Ein Pardosa-Laufwolf beim Sonnenbad an einer besonnten Mauer.
(L. Heinrich
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Im Wasser entdeckten die JuNas auch mehrere Schließmundschnecken.
(L. Heinrich
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Eine Carabus_Laufkäferlarve im Eichhörnchenversteck gefunden.
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Wiederentdeckung beim Eichhörnchenspiel
Zwischendurch erinnerten sich einige JuNas an das „Eichhörnchenspiel“ vom November, bei dem sie blaugefärbte Walnüsse versteckt hatten. Zwei davon galten bislang als vermisst. Wie echte Eichhörnchen machten sie sich erneut auf die Suche – und tatsächlich wurden beide Nüsse wiedergefunden. Die Freude darüber war riesig!
Und als wäre das nicht schon passend genug gewesen, wurden wir dabei tatsächlich von einem echten Eichhörnchen beobachtet. Offenbar verfolgte es unser Treiben ganz genau – vielleicht dachte es sich: „Moment mal, das ist doch mein Job!“ Man hatte fast den Eindruck, dass es beim Anblick der wiedergefundenen Nüsse selbst Appetit bekam. Kurz darauf huschte es flink über den Hof der Naturschutzstation und ging seinerseits auf Nahrungssuche. Ob es wohl erfolgreicher war als wir im November?
Rückblick 21.11.2025 Eichhörnchen-Wissen zum Mitmachen: JuNa-Vortrag mit Versteck-Challenge
(L. Heinrich
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
(L. Heinrich
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Amphibien- und andere Tierrufe im Hör-Quiz
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Im Anschluss ging es in die Naturschutzstation, wo wir unser Amphibienwissen vertieften. Viele heimische Arten kannten die JuNas bereits aus den vergangenen Jahren – nun war es Zeit, auch ihre Rufe kennenzulernen. Ben und Linda hatten dafür ein besonderes Hör-Quiz vorbereitet: Neben Amphibienstimmen wurden auch Rufe und Geräusche anderer Teich- und Uferbewohner eingespielt. Zu jedem Ton gab es drei Antwortmöglichkeiten. So mussten die JuNas genau hinhören und entscheiden, ob es sich wirklich um einen Amphibienruf oder vielleicht doch um einen Vogel oder ein anderes Tier handelte.
Dabei lernten sie unter anderem auch die Stimme der Rohrdommel kennen. Dieser hervorragend getarnte Vogel besitzt einen außergewöhnlich tiefen, weithin hörbaren Ruf. Früher vermuteten Menschen deshalb sogar einen „Moorochsen“ im Schilf – kaum jemand dachte dabei an einen Vogel.
Natürlich sorgten einige der Geräusche für Schmunzeln, und über die Lautstärke mancher Amphibienrufe staunten die JuNas nicht schlecht. Neben dem Hör-Quiz gab es außerdem noch drei zusätzliche Wissensfragen rund um Amphibien.
Mit vielen neuen Eindrücken und geschärftem Gehör endete die Veranstaltung. Nun sind die JuNas bestens vorbereitet, um in der diesjährigen Amphibiensaison bei Spaziergängen und Exkursionen genau hinzuhören – denn oft verraten sich die Tiere zuerst durch ihre Stimmen, lange bevor man sie im dichten Schilf entdecken kann.
Beim Hör-Quiz waren Konzentration und gutes Artenwissen gefragt, um die richtigen Rufe von Amphibien oder anderen Teichbewohnern zu erkennen.
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die JuNas konnten selbst nachlesen, warum der Laubfrosch früher auch als „Wetterfrosch“ bezeichnet wurde.
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Manche Informationen über die Amphibien ließen die JuNas staunen und vor Überraschung die Augen groß werden.
(B. Franke
/
Junge Naturwächter / BUND Chemnitz)
Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.